Hückeswagen: Mut statt VerzagtheitStadt investiert in ihre Zukunft

Hückeswagen: Mut statt VerzagtheitStadt investiert in ihre Zukunft

Die Stimmung in Deutschland ist schlechter als die tatsächliche Lage: Seit Wochen ist dieser Satz von Wirtschaftsexperten mit Blick auf die internationale Finanzkrise und ihre Einschätzung durch die Menschen häufig zu hören. Für Hückeswagen trifft er jedenfalls nicht zu. Die Finanzlage der Stadt ist besser als in den meisten, wenn nicht gar in allen Jahren zuvor – und für entsprechend gute Stimmung sorgte Bürgermeister Uwe Ufer gestern erneut mit seiner Haushaltsrede. Investitionen standen dabei im Mittelpunkt, also das gezielte Ausgeben von Geld zur Verbesserung von Infrastruktur, und nicht das Einsparen. Mut mit Blick auf die Zukunft statt vorauseilender Verzagtheit – es war ein gutes Signal, das von Ufers Rede ausging. In ihr ging er auch auf den weltweit berühmt gewordenen Satz von Barack Obama, dem Hoffnungsträger des Jahres 2008 schlechthin, ein: „Yes, we can!“ „Vielleicht kann dieser Satz auch unsere Herzen erreichen“, sagte Ufer. Schön wär’s – fürs individuelle Wohlbefinden sowieso, bestimmt aber auch für das Wohl von Hückeswagen.

Stolz könnten die Verantwortlichen in Hückeswagen darauf sein, „dass wir in den kommenden Jahren erheblich an der Zukunftsfähigkeit unserer Stadt weiter arbeiten“: Das betonte Bürgermeister Ufer gestern in seiner Haushaltsrede. Nahezu alle wesentliche Investitionen könnten finanziert oder doch anfinanziert werden, ohne dass der Haushalt dadurch in eine Schieflage gerate.

Konkret nannte Ufer die folgenden Investitionen: 2009 soll Baubeginn für die Stadtstraße sein. Auf der alten Bahntrasse wird ein Radweg angelegt. Die Neugestaltung der Wupperauen wird ebenso in der Finanzierung dargestellt wie die Neugestaltung des Schlosshagens. In der Finanzplanung ist auch der städtische Zuschuss in Höhe von 300 000 Euro für den neuen Kunstrasen-Platz enthalten, außerdem der Bau der Mensa in der Realschule und der städtische Zuschuss für die Turnhalle neben der Grundschule in Wiehagen. Ufer zu diesem Projekt: „Hier bleibt zu hoffen, dass die Sozialverbände ebenfalls ihr Wort halten.“ Gemeint ist die „Aktion Mensch“, von der sich die Rehabilitations- und Behindertensportgemeinschaft (RBS) als Bauherrin der Turnhalle erhebliche Zuschüsse erhofft. Weitere Investitionen kündigte der Bürgermeister im Übrigen in den Gewerbegebieten an, ohne dabei konkreter zu werden. Schließlich wird ein neuer Rüstwagen für die Freiwillige Feuerwehr angeschafft.

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Wesentlich aus Sicht von Uwe Ufer: Die von den Bürgern an die Stadt zu zahlenden Gebühren und Steuern steigen im nächsten Jahr trotz der hohen Investitionen nicht.

(RP)