Musikverein Dohrgaul sammelt Spenden für ehemaligen Trompeter im Wachkoma.

Musikverein Dohrgaul : Musiker marschieren für Dennis im Wachkoma

Musikverein Dohrgaul bittet zum Auftakt des Wanderevents „Bergische 50“ um Spenden für ehemaligen Trompeter.

Seit 14 Jahren liegt Dennis im Wachkoma. Bis dahin hatte der junge Mann im Musikverein Dohrgaul, der von dem Hückeswagener Lothar Vandenherz geleitet wird, Trompete gespielt. Die Musiker haben ihren Mitspieler in all der Zeit nicht vergessen, und am kommenden Samstag, 27. April, werden sie Dennis wieder ganz besonders im Herzen tragen. Denn der MV Dohrgaul beteiligt sich an dem Wanderevent „Bergische 50“ und wird die Teilnehmer bei der Wanderung in Wipperfürth ein Stück weit musikalisch begeleiten – und dabei um Spenden für den im Wachkoma liegenden Trompeter bitten, der seit 14 Jahren daheim von seiner Familie betreut wird. Muss doch ein defekter Rollstuhl ersetzt werden.

Die „Bergische 50“ – eine Tageswanderung über 50 Kilometer – startet am Samstag erstmals in der Hansestadt. Mehr als 1200 Wanderer werden erwartet, die um 8 Uhr vom Klosterplatz los marschieren und etwa zwölf Stunden in der Natur des Bergischen Landes unterwegs sein werden. Der Musikverein Dohrgaul starten dann auch zu einer gemeinsame Spendenaktion: Die Musiker werden die Wanderer vom Platz vor der Klosterkirche durch die Klosterstraße bis zum Hausmannsplatz anführen. Als Unterstützer hat das Orchester Landesjustizminister Peter Biesenbach aus Hückeswagen und Wipperfürths Pastor Lambert Schäfer gewinnen können, die die Musiker und die Wanderer auf einem Teil der Strecke begleiten werden.

Biesenbach hat eine besondere Beziehung zum MV Dohrgaul. Der CDU-Politiker war Ende April 2012 dabei, als die Musiker unter der Leitung von Lothar Vandenherz beim Musik-Marsch-Marathon den Weltrekord brachen. Am frühen Sonntagnachmittag und nach einem Gewaltmarsch von 42,195 Kilometern, den die Musiker in sieben Stunden, 22 Minuten und 55 Sekunden musizierend zurückgelegt hatten, traf die Gruppe auf dem Wipperfürther Marktplatz ein. Dort wurde sie von Hunderten Besuchern begeistert in Empfang genommen. Bei seinem Musik-Marsch-Marathon über den Radweg war das Orchester auch bis zum Bergischen Kreisel in Hückeswagen und wieder zurück in die Nachbarstadt marschiert – und das bis auf wenige Pausen immer musizierend. Biesenbach und seine Frau Silvia Liebig-Preuten hatten als Unparteiische den Weltrekordversuch begleiteten und alle (Pausen-)Zeiten gestoppt.

Schon damals hatte der MV Dohrgaul sämtliche Einnahmen für die Familie des Wachkomapatienten gespendet, das wiederholt er jetzt bei den „Bergischen 50“. „Wir freuen uns sehr, diese Aktion gemeinsam mit dem Musikverein Dohrgaul auf die Beine zustellen“, versichert Projektleiter Daniel Kumelis vom Veranstalter MasterLogistics. Bei aller Freude, die das Wandern und die Bewegung in der Natur machten, dürften nie diejenigen vergessen werden, denen es nicht so gut gehe und die Unterstützung benötigten. „Wir hoffen daher natürlich auch, dass viele Wanderer und Zuschauer die Spendenaktion unterstützen“, sagt Kumelis.

Wer mithelfen will, kann etwa einen Aufkleber „Walking for Dennis“ erwerben, den es zum Preis von fünf Euro auf dem Klosterplatz gibt; dort werden auch Spenden angenommen. Wer will, kann aber einen Betrag direkt an den Verein „Patienten im Wachkoma“ mit Verwendungszweck „Dennis“ überweisen.

Kontoverbindung IBAN DE97 3845 0000 00004466 66
BIC WELADED1GMB

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