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Hückeswagen: Musikalische Reise von Ost nach West

Hückeswagen : Musikalische Reise von Ost nach West

Im Rahmen der beliebten Konzert-Reihe "Teacher's Best" treten im Kultur-Haus Zach in unregelmäßigen Abständen Ensembles mit oder von Lehrern der Hückeswagener Musikschule auf. Am Freitagabend war es der zweite Auftritt der "Fiedel-Könige" um die Geigenlehrerin und Freundin vor allem osteuropäischer Folklore Steffi Hölzle: Die "Four Fiddlers" - neben Hölzle sind das Daniel Marsch, Ariane Böker und Ecki Schwandke - hatten etwa 40 Zuschauer auf eine musikalische Reise von Ost nach West, mit Abstecher in den Norden, mitgenommen. Das bestens aufgelegte Quartett machte Zwischenstopps sowohl in Irland als auch in Schweden, Rumänien oder Ungarn und begeisterte mit melancholischen Tönen von der Grünen Insel ebenso wie mit furiosen Csardasklägen aus den Weiten der ungarischen Puszta.

Es waren aber mitnichten nur die vier namensgebenden Geigen, die das Quartett zum Erklingen brachte. Im Gegenteil, es war ein munteres Instrumente-wechsle-Dich-Spiel, das da auf der Bühne vor sich ging. Mal schnappte Marsch sich das große Akkordeon, dem er jene immer leicht sehnsuchtsvollen Klänge entlockte. Mal setzte Böker sich ans Klavier oder griff sich die kleine Whistle. Und Hölzle und Schwandke wechselten an die Bratsche mit deren dunkleren und wärmeren Klang.

Aus Schweden gab es ein fröhliches Lied über einen armen Knecht, der die ganze Woche auf den Samstag hinarbeitet, an dem er dann sein "dralles Mädel" treffen darf. An dieses schöne Lied, das zudem mit tollem schwedischen Gesang von Böker und Hölzle zu begeistern wusste, schloss sich eine irische Weise an, die nahtlos in ein Geburtstagsständchen für eine Zuhörerin überging. Eine schöne Geste, die wiederum hervorragend zur überaus angenehmen Stimmung an diesem musikalisch so vielfältigen Abend passte.

Genau wie die humorvollen, wenngleich recht kurzgehaltenen Ansagen zwischen den Stücken. Was aber vollkommen in Ordnung war, da das Publikum so in den Genuss von noch mehr Musik aus Wien, Budapest, schwedischen und rumänischen Dörfern kam - so bunt und vielfältig wie die Menschen aus der ganzen Welt eben sind. Somit war auch dieses abwechslungsreiche und hörenswerte Konzert ein kleines Stückchen Völkerverständigung. In der Sprache, die alle Menschen verstehen - der Musik.

(wow)