Live-Musik mit Songs der 1960er-Jahre Winni and Friends rocken ehemaligen Kuhstall in Egen

Egen/Hückeswagen · Musik pur boten Winfried Boldt und weitere Musiker beim zweiten Jubiläumskonzert.

 Winfried Boldt spielte in Egen sein zweites Jubiläumskonzert.

Winfried Boldt spielte in Egen sein zweites Jubiläumskonzert.

Foto: Moll, Jürgen (jumo)

„Zurück zu den Wurzeln“ könnte man Teil zwei des Jubiläumskonzerts von „Winni and Friends“ in Egen 4 betiteln. Das bezieht sich jedoch nur auf den Ort, denn seinem Musikstil ist Winfried Boldt immer treu geblieben. Am Freitagabend gab der Hückeswagener ein Konzert in dem ehemaligen Kuhstall von Klaus Jung in Egen – fast genau zehn Jahre nach seinem ersten Auftritt dort.

Vor prall gefüllten Bücherregalen und eingeblendetem Lagerfeuer erklangen bluesigen Stücken legendärer Songwriter wie Bob Dylan, Donovan, Cat Stevens und Joan Baez. Später tauschte Boldt die goldene Brokatweste gegen die schwarze Lederjacke aus und rockte die Bühne mit seinen Musikerfreunden Rolf Kampa, Burkhard Wigger, Sabine Schmelzer-Beversdorff und Nicole Haas vor ausverkauftem Haus.

Das erste Mal stand Winfried Boldt zusammen mit Rolf Kampa und einem Streicherduo im November 2008 auf dieser Bühne. Daher gab es im November 2018 ein Jubiläumskonzert im Kultur-Haus Zach. Da die Eintrittskarten schnell vergriffen waren, folgte nun Teil zwei des Konzerts im Nachbarort. „Ich freue mich wieder hier zu sein. Es ist eine tolle Atmosphäre“, sagte der Gitarrist und Sänger vor seinem Auftritt. Die Anspannung des Musikers verflog schnell, als die rund 80 Zuschauer begeistert mitsangen und mitklatschten. Die amüsanten Anekdoten zwischen den Stücken lockerten die Stimmung zusätzlich auf. Das Publikum fühlte sich wie bei einem Wohnzimmerkonzert, so wie Friedhelm Schütte: „Ich bin zum ersten Mal hier und finde es wirklich toll. Die Art der Musik ist genau meine Richtung“, sagte der Hückeswagener. Zu den treuen Fans zählen Bernd und Angelika Block. „Die Atmosphäre ist total klasse, und die Lieder erinnern an eigene Erfahrungen, die man gemacht hat“, sagte Bernd Block.

Spätestens wenn Winni Boldt die Mundharmonika einspannt, mit rauchiger Stimme ins Mikrofon singt und auch schon mal spontan das Arrangement ändert, wissen die Zuschauer: Es ist Musik pur – ungeschönt und mit Herzblut gemacht.

Die wechselnden Musiker-Kollegen sorgten dabei für Überraschungen und neue Frische. Burkhard Wigger, der relativ neu im Team ist, überzeugte mit seinen Fähigkeiten an der Gitarre und dem durchdringenden Gesang, wofür er viel Applaus erhielt. Dass seine Konzerte immer gut besucht sind, ist für Boldt eine Bestätigung. „Das hat mir immer Ansporn gegeben, etwas Neues zu machen“, sagte er. Seine Botschaft am Freitagabend: „Schön, wenn man Freunde hat. Das ist nicht nur im Leben so, sondern auch in der Musik“.

(heka)
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