Hückeswagen: Mit Schnäppchen helfen

Hückeswagen: Mit Schnäppchen helfen

Die Basare der Grundschule Wiehagen und der KFD waren gleichermaßen gut besucht. Unter den Angeboten waren viele schöne Dinge. Aus dem Verkaufserlös werden die Schule und ein Entwicklungsprojekt bedacht.

Aus ihrem schönen roten Kinderwagen ist die dreijährige Tochter von Axel Mundt mittlerweile hinausgewachsen. Das Gefährt wird nun nicht mehr benötigt und steht im Gemeindehaus der Katholischen Pfarrgemeinde zum Verkauf. Und schon kurz nach der Eröffnung des Basars bekundet eine junge Mutter Interesse und begibt sich mit dem 46-Jährigen in ein kurzes Verkaufsgespräch, dann geht sie wieder weg. "Sie will erst einmal ihren Mann fragen", berichtet der zweifache Familienvater schließlich vom Inhalt des Dialogs.

So oder ähnlich werden am Wochenende viele Wortwechsel geklungen haben, denn in der Schloss-Stadt gab es gleich zwei Möglichkeiten, auf einem Basar Spielzeug, Bekleidung oder Bücher fürs Kind zu erwerben. Die Katholischen Frauen Deutschland (KfD) öffneten am Freitagnachmittag die Tür zum Gemeindehaus, einen Tag später war die Gemeinschaftsgrundschule Wiehagen an der Blumenstraße an der Reihe.

Mindestens ein Besucher war über diese Terminfindung nicht so glücklich. "Es sollte eine bessere Absprache der Veranstalter erfolgen. Der zeitliche Abstand ist zu gering", regte Axel Mundt an. Auch Beate Knecht die Organisatorin von der KfD, sieht an diesem Punkt Verbesserungsbedarf. Trotzdem war sie mit der Resonanz zufrieden. "Heute war sehr viel los, vor allem in den ersten Minuten", stellte die Organisatorin fest.

Ein Basar macht auch Arbeit

Vor allem die Schnäppchenjäger achteten darauf, dass sie rechtzeitig mit von der Partie waren.

Schnelligkeit war auch beim Besuch des Basars in der Grundschule Wiehagen gefragt, denn auch hier war das Interesse der Besucher groß. Die Organisatoren hatten sich für ein System entschieden, das sich bei den Basaren in der Kreuzkirche schon sehr gut bewährt hatte. "Wir haben das Etikettensystem eingeführt", sagte die Vorsitzende des Fördervereins Petra Gregor. Freiwillige Helfer nehmen zunächst die Bekleidung entgegen. Das Wichtigste jedoch ist die Präsentation der Waren. "Wir sortieren die Bekleidung nach Art und Größe, so dass der potentielle Käufer nur an einer Stelle schauen muss", erläuterte Gregor. Der Nachteil sei allerdings, dass diese Art des Basars ein erhebliches Mehr an Arbeit bedeute. Ob die Premiere der Veranstaltung, die vom Förderverein und einer privaten Mütter-Initiative organisiert wurde, finanziell ein Erfolg ist, wird sich im Nachhinein zeigen. "Am späten Nachmittag holen die Eltern die Sachen wieder ab, dann rechnen wir ab", sagte Gregor.

Eindeutig zufrieden war die Hückeswagenerin Frauke Heinrich. Sie konnte in Wiehagen für ihren 17 Monate alten Enkel Leon Alexander einen schönen Puky-Roller für 20 Euro ergattern. "Ich wollte ja eigentlich ein Laufrad haben, aber das ist auch gut", freute sie sich.

(RP)