Hückeswagen: Minister sagt Ja zu Schloss-Stadt

Hückeswagen : Minister sagt Ja zu Schloss-Stadt

Geprüft, für gut befunden und genehmigt: Die Stadt Hückeswagen darf sich ab sofort auch ganz offiziell Schloss-Stadt nennen. Sie ist damit eine der ersten elf Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen, die die neuen rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft und sich einen Zusatz-Namen ausgesucht haben.

Den Beschluss dazu hatte der Stadtrat in seiner letzten Sitzung im vorigen Jahr mit großer Mehrheit gefasst.

Doppelt geprüft hält besser

Und danach passierte erst einmal nichts mehr, weil zunächst der Oberbergische Kreis als Kommunalaufsicht das Hückeswagener Ansinnen prüfen musste. Der befand Wochen später, dass gegen "Schloss-Stadt" nichts einzuwenden sei, da das Schloss auf dem Bergsporn nun einmal einige Bedeutung für die Stadt habe.

Dann ging der Antrag zur weiteren Prüfung an die Bezirksregierung, die offenbar auch keine Bedenken hatte. Und nun hat Kommunalminister Ralf Jäger offiziell die Genehmigung erteilt — für Hückeswagen und noch zehn weitere Kommunen, die sich ebenfalls frühzeitig für einen Zusatz-Namen entschieden hatten.

Unter ihnen sind aus der bergischen Region die Nachbarstadt Wipperfürth, die künftig "Hansestadt Wipperfürth" heißt und die Stadt Solingen, die sich nun mit dem Zusatz-Namen "Klingenstadt" schmücken darf.

Was das soll? Minister Jäger erklärt es so: "Mit dem offiziellen Zusatz können Gemeinden und Kreise ihre Einzigartigkeit bekannt machen. Das stiftet Identität und stärkt das kommunale Selbstbewusstsein." Für Wipperfürth hat das mit der "Einzigartigkeit" allerdings nicht so ganz geklappt: Attendorn zum Beispiel darf sich nun ebenfalls Hansestadt nennen, Warburg auch. Eine weitere Schloss-Stadt gibt es hingegen (noch) nicht in Nordrhein-Westfalen.

Die neue Zusatz-Bezeichnung muss nach den Vorgaben des Landes in der Hauptsatzung der jeweiligen Stadt vermerkt und im offiziellen Schriftverkehr der Verwaltung genutzt werden. Auf Brief-Köpfen aus dem Rathaus wird also demnächst unter Hückeswagen auch Schloss-Stadt stehen.

Schilder nach und nach erneuert

Auf Ortseingangsschildern darf der Namenszusatz stehen — er muss es aber nicht. Bürgermeister und Kommunalpolitiker haben sich bereits im Dezember darauf verständigt, dass aus Kostengründen neue Ortsschilder mit dem Zusatz-Namen nur dann aufgestellt werden, wenn die bestehenden Schilder altersbedingt ohnehin ausgetauscht werden müssen.

(RP/rl)
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