Hückeswagen: Milch und dicke Stullen von den Nonnen

Hückeswagen : Milch und dicke Stullen von den Nonnen

Viele gute Erinnerungen verbindet der Hückeswagener Norbert Heider mit dem Marienhospital und seinen Mitarbeitern. Sie reichen zurück bis in seine Kindheit.

Obwohl ich im Marienhospital im Laufe meines Lebens aus zahlreichen medizinischen Notsituationen gerettet wurde, gehen meine ersten Erinnerungen bis in meine Kindheit zurück. Als Messdiener der Katholischen Kirche war es eine besondere Ehre für uns, die tägliche Frühmesse (ich glaube, sie begann um 6 Uhr) in der Krankenhaus-Kapelle dienen zu dürfen.

Wir haben uns damals regelrecht um diese Gunst gekloppt — weniger wegen des göttlichen Segens, als vielmehr wegen des Frühstücks, welches uns die Nonnen in der Krankenhausküche bereiteten. Es gab Riesenstullen backfrisches Brot und frische, warme Milch, auf der der Rahm noch schwamm. Später erinnere ich mich neben der medizinischen Hilfe vor allen Dingen an unsere liebe Nachtschwester Gretel, die auf Bestellung bei Dienstantritt auch schon mal eine Portion Pommes mitbrachte.

Dieses Krankenhaus hatte, besonders auch durch sein Personal, ein Flair, das man heute so nicht mehr findet. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und stellvertretend für die ganze Belegschaft Herrn Dr. Albacht (letzter ärztlicher Direktor und Chefarzt der Inneren am Marienhospital) und Herrn Dr. Kühnert (letzter Chefarzt der Chirurgie dort) danken. Wofür, das wissen die Beiden schon. Übrigens: Als guter Hückeswagener bin ich natürlich im Marienhospital geboren. . .

(RP)
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