Hückeswagen: Mehr Kinder sollen schwimmen lernen

Hückeswagen : Mehr Kinder sollen schwimmen lernen

An Angeboten mangelt es nicht: Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), das Bürgerbad, Sportvereine – sie alle bieten Schwimmunterricht für Kinder an. "Und alle Kurse sind voll", berichtet der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Frühschwimmer Hückeswagen (IGF), Thomas Cosler. Trotzdem gebe es immer noch viele Kinder, "die wir nicht erreichen".

An Angeboten mangelt es nicht: Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), das Bürgerbad, Sportvereine — sie alle bieten Schwimmunterricht für Kinder an. "Und alle Kurse sind voll", berichtet der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Frühschwimmer Hückeswagen (IGF), Thomas Cosler. Trotzdem gebe es immer noch viele Kinder, "die wir nicht erreichen".

Tod durch Ertrinken

Längst legen nicht mehr alle Eltern Wert darauf, dass ihre Kinder frühzeitig schwimmen lernen. Viele hocken lieber stundenlang vorm Fernseher, spielen Computer- und Videospiele statt an der frischen Luft. Studien zeigen, dass es mittlerweile 30 Prozent Nichtschwimmer in der Altersgruppe bis 14 Jahre gibt. Immer mehr Kinder und Jugendliche sterben den "Tod durch Ertrinken". In Kooperation mit Vereinen und Verbänden hat die Landesregierung deshalb die Initiative "QuietschFidel — ab jetzt für immer: Schwimmer!" ins Leben gerufen. Ziel ist es, "dem besorgniserregenden Rückgang der Schwimmfähigkeit entgegenwirken".

Das hat sich auch die IGF auf die Fahne geschrieben. "Wir haben uns gefragt, was wir am besten tun können", sagt Cosler. Gezielt sprach der Verein die Margarete-Starrmann-Kindertagesstätte und die Offene Ganztagsgrundschule (OGS) Wiehagen an. Jeweils zehn Schüler bzw. Vorschulkinder lernen jetzt an zwei Nachmittagen schwimmen. Die IGF stellt für insgesamt zehn Einheiten die Übungsleiterin und übernimmt die Personalkosten; Eltern zahlen lediglich einen Euro Eintritt fürs Bürgerbad.

"Eine tolle Sache", sind sich Erzieherin Silvia Lotz und die Leiterin der OGS, Ute Herrmann, einig. "Wir sind froh um jedes Bewegungsangebot", sagt Herrmann. Ohne die Unterstützung der IGF könne man keine Schwimmkurse anbieten. "Wir haben nur ein bestimmtes Budget zur Verfügung und selbst kein entsprechend geschultes Personal." Für die Vorschulkinder aus der Kita ist das Angebot ohnehin etwas Besonderes, da es dort normalerweise keinen Schwimmunterricht gibt. "Die Kinder sind total begeistert, sie fragen ständig, wann es wieder zum Schwimmen geht", sagt Lotz.

Weitere Kurse geplant

Wenn die zehn Kurse vorbei sind, will die IGF auf weitere Einrichtungen in der Stadt zugehen. Rund 150 Euro lässt sich der Verein das Angebot kosten. Die Finanzierung werde gerade festgezurrt. "Es geht auf jeden Fall weiter", sagt Cosler.

(RP)
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