Hückeswagen Marke: Behörde lehnt "Starenkasten" ab

Hückeswagen · Auch wenn Politiker und Anwohner mit der Lösung nicht zufrieden sind, wird sich wohl nichts daran ändern: Das im Herbst vorigen Jahres nach schweren Unfällen angeordnete Tempolimit auf der B 483 in Marke bleibt auf ein lediglich 450 Meter langes Stück der Straße begrenzt. Diesseits und jenseits davon darf weiterhin mit maximal 100 km/h über die Bundesstraße gefahren werden.

Eine räumliche Ausweitung des Tempolimits habe das Straßenverkehrsamt des Oberbergischen Kreises abgelehnt. Das teilte Michael Kirch von der Verwaltung in dieser Woche in der Ratssitzung mit. Auch die Bushaltestellen in Marke werden demnach weiterhin in dem Straßenbereich liegen, für die es keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt. Genau das hatten die Anwohner bemängelt, weil sie nicht nur diejenigen durch Raser gefährdet sehen, die an den Haltestellen auf den Bus warten, sondern auch die, die von dort aus die vielbefahrene Straße überqueren, darunter Kinder und Jugendliche auf dem Schulweg.

Auch die Installation eines "Starenkastens" in Marke hat der Kreis abgelehnt, wie Kirch weiter berichtete. Nach einem Beschluss in der November-Ratssitzung hatte die Stadt den Antrag gestellt, eine stationäre Anlage zur Geschwindigkeitsüberwachung an der B 483 aufzustellen. Laut Kirch waren daraufhin Geschwindigkeitsmessungen dort vorgenommen worden. Die wiederum haben laut Kreis ergeben, dass ein "Starenkasten" an dieser Stelle nicht notwendig sei — es werde nicht zu schnell gefahren. Die Messungen hatten stattgefunden, als der erste Schnee fiel, die Straßen dementsprechend glatt waren und schnelles Fahren schon deshalb nicht infrage gekommen war.

Die Kommunalpolitiker hätten gerne die Begründungen der übergeordneten Behörden zum räumlich begrenzten Tempolimit in Marke gehört. Deswegen hatte die Stadt Vertreter der Behörden eingeladen, dazu im Fachausschuss Stellung zu nehmen. Auch das wurde abgelehnt.

(bn)
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