Love Scam – wenn der Wunsch nach Liebe Betrüger anlockt

Polizei warnt : Love Scam – wenn der Wunsch nach Liebe Betrüger anlockt

Immer wieder fallen vor allem ältere Menschen auf das so genannte Love Scam herein. Die Polizei warnt vor der Abzocke, die gebrochene Herzen und einen oft in die tausende gehenden Schaden hinterlässt.

Der Senior aus Gummersbach hatte sich von seine Internetbekanntschaft offenbar traute Zweisamkeit versprochen, stattdessen wurde es eine teure Angelegeneheit. Denn als er die Frau, die er bislang nur online kennengelernt hatte, vom Flughafen abholen wollte, stieg sie nicht aus dem Flugzeug. Dabei hatte er ihr Geld für teure Flüge und einen Krankenhausaufenthalt überwiesen. „Der Kontakt zu der Frau brach anschließend ab, und sein Geld wird vermutlich unwiederbringlich verloren sein“, teilt Polizei-Sprecher Michael Tietze mit.

Was dem Gummersbacher passiert ist, wird als Love Scam oder Romance Scam bezeichnet. Diese Art des Betrug bedeutet für die Betroffenen nicht selten einen Schaden von mehreren tausend Euro. „Denn die zumeist professionell und häufig aus dem Ausland agierenden Betrüger setzen gezielt auf den Wunsch nach Zuneigung und Liebe, um ihre Opfer anschließend mit vorgetäuschten Notlagen auszupressen“, erläutert Tietze.

 Der eigentlichen Betrug wird zum Teil von langer Hand vorbereitet, im Falle des Gummersbachers war der eigentliche Kontakt bereits vor etwa eineinhalb Jahren über eine Partnerbörse zustandegekommen. Nach vielen Mails und Telefonaten bot die unbekannte Frau an, den Mann zu besuchen – allerdings habe sie kein Geld für den Flug aus Amerika nach Deutschland. Der Gummersbacher überwies ihr daraufhin Geld.

„Dann passierte genau das, was üblicherweise auf einen ersten Geldtransfer folgt: weitere dramatische Ereignisse, die eine erneute Geldzahlung erforderlich machen“, berichtet der Polizei-Sprecher. So erging es angeblich auch der vermeintlichen neuen Liebe aus Amerika. Bei einer Zwischenlandung verlor die Dame das Bewusstsein und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Nun übernahm der Gummersbacher auch die „Krankenhauskosten“. 

Kontakte werden über Partnerbörsen oder soziale Medien geknüpft. Mit im Internet gefundenen Bildern von zumeist gut aussehender Damen und Herren werden zudem Fake-Accounts erstellt und für die Kommunikation genutzt. „Hier kann die Google-Bildersuche schnell für Klarheit sorgen“, rät Tietze. Aber spätestens, wenn Geldforderungen ins Spiel kämen, sollte umgehend die Polizei eingeschaltet werden.

(büba)
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