Hückeswagen: Liberaler Bürgerpreis für Jugendförderer

Hückeswagen : Liberaler Bürgerpreis für Jugendförderer

Zum zwölften Mal verlieh der Ortsverband der FDP am Samstag den Liberalen Bürgerpreis. Preisträger war der Verein "Freunde und Förderer der städtischen Jugendpflege Hückeswagen" mit seiner Vorsitzenden Roswita Malecha.

Wer an das Jugendzentrum denkt, verbindet es meistens mit der Stadt-Jugendpflegerin Andrea Poranzke. Der Name Roswita Malecha kommt dabei allerdings den wenigsten in den Sinn. Dabei spielt sie für den Erhalt der Einrichtung im Brunsbachtal als Vorsitzende des Vereins "Freunde und Förderer der städtischen Jugendpflege Hückeswagen" eine wichtige Rolle. "Ohne den Förderverein gäb es das Jugendzentrum nicht mehr", sagte Sabine von Polheim, die sich als Kassiererin seit vielen Jahren im Vereinsvorstand engagiert.

Für die Freien Demokraten des Ortsverbands Hückeswagen war das ein guter Grund, den Liberalen Bürgerpreis 2017 (aufgrund der Bundestagswahlen erst im Januar 2018) dem Förderverein zu verleihen und damit stellvertretend Roswita Malecha zu übergeben. Dazu versammelten sich FDP-Mitglieder, Politiker, Vereinsvertreter und vorherige Preisträger am Samstagmittag im Heimatmuseum. Roswita Malecha war der Rummel um ihre Person sichtlich unangenehm, engagiert sie sich doch überwiegend im Stillen für die Jugend der Stadt, das aber mit vollem Einsatz und großem Engagement. "Seit fast 20 Jahren begleitet der Verein das Jugendzentrum beim Aufbau und der Erweiterung und vielen Projekten. Er leistet viel, ohne bekannt zu sein", lobte Jörg von Polheim, Vorsitzender der FDP-Fraktion Hückeswagen das ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder. Die Laudatio hielt Angela Freimuth, Vizepräsidentin des Landtags NRW und stellvertretende Landesvorsitzende der FDP. "Ohne das ehrenamtliche Engagement wäre unsere Gesellschaft ärmer und kälter", sagte Freimuth. Prof. Dr. Friedrich Wilke, stellvertretender Landrat des Oberbergischen Kreises, ermutigte Roswita Malecha dazu, ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen, sondern als leuchtendes Beispiel voran zu gehen.

Seit Oktober 1998 existiert der Jugend-Förderverein in Hückeswagen. Seinerzeit hätte die FDP den Antrag auf einen Jugendpfleger im Stadtrat gestellt. Ein mutiger aber wichtiger Antrag, wie die Mitglieder der anderen Parteien im Rat damals befanden. "Frau Vogel war die erste Jugendpflegerin, die eingestellt wurde - damals noch 'heimatlos'", wie Jörg von Polheim sich erinnerte. Erst später sei das Jugendzentrum eingerichtet worden. Der Förderverein unterstützt die Jugendarbeit mit Tatkraft und in organisatorischen Dingen. So werden beispielsweise die zweckgebundenen Spenden verwaltet und Spendenquittungen ausgestellt. "Der Förderverein wickelt viele Dinge für das Jugendzentrum ab, die die Stadt nicht übernehmen kann", betonte Andrea Poranzke.

Zu den größten Projekten zählt das Kinderdorf, an dem im vorigen Jahr 175 Kinder teilgenommen hatten. 47.000 Euro habe das Projekt gekostet. Auch in diesem Jahr müssen für das Mammutprojekt wieder Gelder von über 40.000 Euro "erbettelt werden". "Das Kinderdorf kann nur in Zusammenarbeit mit dem Förderverein existieren", äußerte sich die Stadtjugendpflegerin überzeugt. Andrea Poranzke war es auch, die Roswita Malecha als Vorsitzende seinerzeit vorgeschlagen hatte. "Wir brauchten eine Person, die politisch unabhängig ist und durchgreifen kann", begründet sie ihre Wahl. Mit Roswita Malecha habe man diese Person gefunden. Über ihren Arbeitseinsatz für den Förderverein verliert die Vorsitzende selbst nicht viele Worte, gab aber zu: "Alles ist Arbeit, aber nichts ist viel, wenn es Spaß macht."

(RP)
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