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Lesung mit Musik in Hückeswagen

Auf dem Schlossberg : Lesung im Heimatmuseum – mal zum Schmunzeln, mal tiefernst

Jennifer Otten, Stefanie Werner, Christine Franzen und Jutta Keller haben beim Autorenwettbewerb „Gemeinsam statt einsam“ mitgemacht. Ihre Geschichten beschäftigen sich damit, wie wir künftig älter werden.

Das Heimatmuseum im Schloss war die perfekte Örtlichkeit für die Lesung mit vier Autorinnen, die beim Schreibwettbewerb der Diakonie Fachstelle Sucht zum Thema „Gemeinsam statt einsam“ mitgemacht hatten. Am Freitagabend lasen die drei Hückeswagenerinnen Jennifer Otten, Jutta Keller und Christine Franzen sowie die Wiehler Autorin Stefanie Werner dort ihre Geschichten vor, mit denen sie am Wettbewerb teilgenommen hatten. Rund 25 Interessierte waren in „die gute Stube“ der Schloss-Stadt gekommen und lauschten den kurzweilig dargebotenen und sehr schön erzählten Geschichten. Dabei hatten die ersten beiden das eher ernste Thema des Zusammenlebens der Generationen, die dritte das Thema Einsamkeit im Alter - „und die vierte Geschichte ist eine Liebesgeschichte“, sagte Irmgard Hannoschöck von der Diakonie Fachstelle Sucht an der Marktstraße. Hannoschöck hatte sowohl den Wettbewerb als auch die Lesung im Heimatmuseum mitorganisiert.

Den Anfang machte Christine Franzen mit ihrer Geschichte „Gemeinsam statt einsam“. Franzen sagte von sich selbst, dass sie gar keine Autorin sei, sondern „einfach Geschichten“ schreibe. Nachdem sie sich mit den Gegebenheiten an dem kleinen Tisch und mit dem Mikrofon vertraut gemacht hatte, begann sie ihre Geschichte lebendig und mit viel Ausdruck zu lesen. Auch die zweite Geschichte, die von Stefanie Werner ebenso abwechslungsreich vorgelesen wurde, beschäftigte sich mit den Herausforderungen, die sich aus dem Zusammenleben der verschiedenen Generationen beschäftigte. Die Geschichte der Wiehler Autorin Werner hieß „Zweckgemeinschaft“.
Die zweite Hückeswagener Autorin des Abends war Jutta Keller, die sich in ihrer eher kurzen Geschichte „Das Kind“ mit der Einsamkeit im Alter auseinandersetzte. Sie las vor der Pause. „Das waren dann die eher ernsten Themen des Abends“, sagte Hannoschöck. Und in der Tat, waren zwar bei allen Geschichten immer wieder eine gewisse Leichtigkeit und ein wenig Humor mit im Spiel, aber Jennifer Otten, die vierte Autorin, hatte für ihre Geschichte „Friedhofsgemüse“ eine ziemlich absurd-komische Herangehensweise an das Thema Älterwerden gewählt. Drehte es sich dabei doch um einen älteren Mann und eine Frau, beide verwitwet, die sich auf dem Friedhof kennenlernten. Dabei entwickelte sich die Bekanntschaft der beiden nicht nur hin zur Freundschaft, sondern es wurde auch klar, warum Gemüse auf Friedhofserde besonders gut wachsen und gedeihen konnte...

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Es war ein Abend der Worte und der Töne. Denn neben den Geschichten, die immer wieder für leises Schmunzeln im Publikum sorgten (trotz der mitunter ernsten Thematik), gab es auch Musik zu hören. Gitarrist Andreas Fischer sorgte zwischen den einzelnen Lesungen dafür, dass sich das gerade Gehörte setzen konnte. Etwa mit einer Prelude und einer Allemande aus einer Suite des Bach-Zeitgenossen Silvius Leopold Weiss. Es passte wunderbar und rundete den kurzweiligen Abend perfekt ab.