Kunstwerke für Frieden und Völkerverständigung von Hückeswagener Künstler Guski

Hückeswagener Künstler : Guskis Kunstwerke mahnen für Frieden und Völkerverständigung

Gut besucht war die Sommer-Ausstellung des Künstlers Bernhard Guski am Sonntag in Voßhagen. Besondere Beachtung fanden die neu entstandenen, farbenfrohen aber auch sozialkritischen Aquarelle.

Nicht nur die Friedenskapelle in Voßhagen lockt Menschen an, die Ruhe und Frieden suchen und sich an Schönem erfreuen können. Auch die Sommerausstellung des Künstlers Bernhard Guski hat diese magische Anziehungskraft. Sein Anwesen in der Hückeswagener Außenortschaft nahe der Wupper-Talsperre beherbergt Wohnhaus, Werkstatt und Atelier. Die Besucher erhielten hier am Sonntag einen Einblick in das künstlerische Schaffen Guskis sowie einen Eindruck der neu entstandenen Werke. Dazu zählten Naturansichten mit Dünen und Gräsern, von denen sichder Voßhagener und seine Ehefrau Maria auf ihrer Reise zur Kurischen Nehrung – einer 98 Kilometer langen Halbinsel an der Nordküste des Samlands – haben inspirieren lassen. Aber auch Auseinandersetzungen mit dem Licht und dem Unterschied zwischen Groß und Klein, Arm und Reich hat Guski in seinen Bildern sozial- und gesellschaftskritisch verarbeitet.

Viele Freunde seiner Kunst zählten zu den Gästen der Ausstellungen, aber auch neue Gesichter besuchten den Künstler in Voßhagen. Wie Ingrid Vogel. Besonders die Friedensstele hatte es der Krefelderin angetan, da sie sich in der Friedensbewegung engagiert. „Es ist wichtig, solche Symbole nach außen zu tragen“, betonte die Kunstliebhaberin. Gesellschaftskritische Kunst sei jedoch nicht immer gefällig und ließe sich schwer verkaufen, merkte sie an. Die vielen roten Punkte auf den Ausstellungsstücken, die bereits einen Interessenten gefunden hatten, sprachen jedoch eine andere Sprache.

Zwei befreundete Ehepaare aus Haan bei Düsseldorf, Bewunderer von Guskis Arbeiten, hatten sich in den idyllischen Garten des Künstlers zurückgezogen. „Es ist eine sehr ansprechende Kunst mit ansprechenden Farben, die man sich gerne anschaut“, versicherte Ute Sauter, und ihr Ehemann Michael fügte hinzu: „Das eine oder andere Bild schmückt auch unser Wohnzimmer.“ Zum Pflichtprogramm eines jeden Besuchs zähle der Kauf der gedruckten Kunstkarten, die die Bilder des Künstlers zeigen und zu vielen Anlässen versandt werden können. Gabriele und Georg Bentlage besitzen einen Original-Guski aus dem Jahr 1975. „Hieran erkennt man sehr gut die Entwicklung, die jeder Künstler durchläuft“, erläuterte das Ehepaar.

Skulptur-Liebhaber benötigen allerdings noch etwas Geduld. „Für neue Skulpturen hatte ich in diesem Jahr keine Zeit“, erklärte der 75-Jährige. Wohl aber sind Modelle für neue Stahlarbeiten in Form eines stilisierten Baums und Strauchs entstanden, die Bernhard Guski, der in jungen Jahren eine Schlosserlehre absolviert hatte, in Zusammenarbeit mit seinem Sohn in Großformat umsetzen möchte. Auf diesem Weg ist auch die Friedensstele auf dem Etapler Platz entstanden, deren Reprise eventuell zukünftig in der Partnerstadt Etaples sur Mer stehen könnte.