Hückeswagen: Kunstwerke frischen jetzt die Flure der Musikschule auf

Hückeswagen: Kunstwerke frischen jetzt die Flure der Musikschule auf

Die Bilder von vier Malschüler der Künstlerin Birgit Mostert weisen demnächst den Weg zu den Fachräumen im Kultur-Haus Zach.

Wenn Juliette Frank (15) und Johanna Stein (16) demnächst zum Unterricht in die Musikschule im Kultur-Haus Zach gehen, können sie sich nicht nur auf die Musik freuen, sondern auch über ihre eigenen Bilder an den Wänden. Auf farbenfrohen Hintergründen haben sie mit Pinsel, Acrylfarben, der richtigen Technik und viel Talent Ausschnitte verschiedener Instrumente realistisch dargestellt. Juliette hat einen Flügel in perfekter Perspektive, Johanna eine Gitarre mit naturgetreuer Holzmaserung, Wirbeln und Saiten gemalt - und damit die Instrumente, die sie selber spielen. Die Kunstwerke weisen unter anderem auf die Fachräume für Tasten-, Streich- und Blasinstrumente hin. Auch das Büro hat ein eigenes Bild: ein nostalgisches schwarzes Telefon mit Wählscheibe auf rotem Hintergrund.

Musikschulleiter Eckhard Richelshagen freut sich sehr über das Ergebnis seiner Verschönerungsidee. "Auch wenn ich die Architektur des Kultur-Hauses sehr schätze, so hat es doch den Charme einer kühlen Behörde", sagt er. Daher sprach er die Künstlerin Birgit Mostert an, die die Idee direkt an ihre Mittwochs-Malgruppe weiterleitete.

Neben den beiden Musikschülerinnen arbeiteten auch Annika Loh (17) und Paul Borchert (18) an den großformatigen Acryl-Bildern mit. "Nach den Herbstferien haben wir begonnen, Ideen zu sammeln, Maße für die Bildformate zu nehmen und maßstabsgetreue Skizzen anzufertigen", berichtet der 18-Jährige. Dass das Ergebnis ausgezeichnet werden würde, daran hatte Birgit Mostert keinen Zweifel. "Die Vier sind alle sehr talentiert und malen schon fünf bis sechs Jahre bei mir", sagt sie. Der Wunsch des Musikschulleiters war es, Farbe in das weiß-graue Treppenhaus zu bringen. "Das mit dem 'bunt' haben wir ernst genommen", sagt die Künstlerin lachend mit Blick auf die farbenfrohen Leinwand-Grundierungen.

In den Osterferien sollen die Bilder neben den Türen der jeweiligen Fachräume aufgehängt werden. "Es hat zwar lange gedauert, aber es ist schon cool, sich ein kleines Denkmal zu setzen", sagt Annika Loh. Weiteren Auftragsarbeiten für öffentliche Räume steht sie offen gegenüber. "Aber erst nach einer Pause", fügt die 17-Jährige schnell hinzu. Nach rund sechs Monaten, die das Quartett während der wöchentlichen Malstunden im Atelier an der Marktstraße an den Instrumentenbildern gearbeitet hat, möchten die Kunstschüler erst einmal wieder eigene Idee auf die Leinwand bringen.

Auch Birgit Mostert kann sich weitere Kooperationen vorstellen, beispielsweise, dass Musikschüler auf Kunstausstellungen musizieren. "Ich finde es toll, dass so eine Zusammenarbeit angeboten wird", betont sie. Eckhard Richelshagen bedankte sich am Mittwochabend bei der Präsentation der Werke mit kleinen Geschenken bei der Malgruppe für ihr Engagement: "Das ist eine tolle Bereicherung für die Musikschule", lobt er das Ergebnis. Mit der Tristesse im weiß getünchten Treppenhaus und auf den Fluren ist es dank der künstlerischen Farbexplosion, die die Bilder erzeugen, nun endgültig vorbei.

(heka)