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Hückeswagen: Künstler aus der Region präsentieren Handarbeiten

Hückeswagen : Künstler aus der Region präsentieren Handarbeiten

Ist das Kultur-Haus Zach für die meisten Veranstaltungen nur im Untergeschoss geöffnet, waren am Wochenende beide Etagen für die Besucher der 12. Kulturmesse zugänglich. Und während draußen beim Hüttenzauber der Weihnachtsmarkt zelebriert wurde, ging es drinnen etwas feinsinniger zu. 15 Künstler, davon eine Vielzahl aus Hückeswagen, andere aus Wuppertal oder Wermelskirchen, präsentierten sich und ihr Kunsthandwerk.

Genau das sei auch der Sinn der Veranstaltung, sagte Detlef Bauer, zweiter Vorsitzender im Stadtkulturverband und Vorsitzender des Kultur-Hauses. "Der Stadtkulturverband richtet die Kulturmesse aus, um kleineren Künstlern aus der Region die Gelegenheit zu geben, sich einmal einem größeren Publikum zu zeigen. Wir achten bei der Künstlerauswahl besonders darauf, dass es sich um originäres Kunsthandwerk handelt. Massenware wird es bei uns nicht geben", sagte er. Da es schon die zwölfte Veranstaltung war, davon die dritte im Haus Zach, haben die Veranstalter eine Ahnung davon, was sie bieten müssen. "Wir koppeln das gerne mit größeren Veranstaltungen, wie dem Weihnachtsmarkt an diesem Wochenende. Ein bisschen achten die Künstler auch darauf, was sie dann ausstellen", sagte Bauer. Zudem habe es schon Themen-Messen gegeben, etwa eine reine Glas-Kunst-Messe. Bauer war mit dem Besucherzuspruch sehr zufrieden.

Und es gab wirklich eine Menge Weihnachtliches zu sehen: Etwa einen Krippenbauer, dessen filigrane Figuren einen ganz eigenen Zauber beim Betrachter entwickeln. An anderen Ständen gab es bemaltes Porzellan, wunderschöne Bilder, Lichterkugeln, Kerzen und Tuchwaren.

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Die Hückeswagenerin Roswitha Scheider macht Gießkeramik - und das mit Leidenschaft: "Das war immer der Ausgleich zu meinem Arbeitstag, ich habe quasi Kunst in Nachtschichten gemacht", sagt sie und lacht. Sie hatte Engelsfiguren im Angebot, die sie gegossen und bemalt hat. Außerdem verkaufte sie Windlichter in Kugelform, die Kerzen hatte sie gleich angezündet, so dass ihr Stand im Halbdunkel umso heimeliger wirkte. Auch Roswitha Scheider war mit den Besucherzahlen zufrieden, allerdings spiegelte sich das nicht unbedingt in den Verkaufszahlen wider. "Es ist ein schönes Hobby, aber der Verkauf läuft nicht gut. Ich denke, dass die Leute durch die Billigmärkte etwas zu verwöhnt sind. Aber Handarbeit ist nun einmal teuer."

(wow)