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Hückeswagen: Krippenweg durch die Altstadt

Hückeswagen : Krippenweg durch die Altstadt

Zum ersten Mal gibt es in diesem Advent den Hückeswagener Krippenweg. Wesentlich dazu beigetragen haben die Krippenbauer Hans Peter Goldstraß und Gerhard Wiese. Heute ist ein Krippen-Stadtspaziergang geplant.

Ursprünglich gehörte es bei den katholischen Christen in Hückeswagen zum guten Brauch, unter dem geschmückten Christbaum eine Krippe aufzubauen. Die Nachbildung des Stalls von Bethlehem, wie ihn der Evangelist Lukas anschaulich beschrieben hat, sollte zweierlei in Erinnerung rufen: Zum einen, warum überhaupt das Weihnachtsfest gefeiert wird, und zum anderen, wie egoistisch Menschen mit Herbergssuchenden umgehen. Inzwischen findet man Krippen, häufig selbst gefertigt, auch unter den Tannenbäumen vieler evangelischer Christen.

Begabte Kunsthandwerker

In Hückeswagen gibt es aber auch viele kunsthandwerklich begabte Krippenbauer. Vor einigen Jahren konnten Besucher in einer vielbeachteten Ausstellung im Heimatmuseum größere und kleinere Stücke von ihnen bestaunen. Eine Idee kam jetzt in Erinnerung daran auf: Warum sollte in Hückeswagen nicht möglich sein, was in Köln, Würzburg, Bamberg, im Sauerland und in der Eifel seit Jahren zum Advent gehört? Ein Krippenweg, im Hückeswagener Fall einer quer durch die Altstadt, die den schönen Rahmen bietet.

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Eine Stunde und mehrere Gespräche später war der Hückeswagener Krippenweg "in trockenen Tüchern". Zwei Anrufe bei bekannten örtlichen Krippenbauern hatten Erfolg. Der eine ist Hans Peter Goldstraß, der andere Gerhard Wiese. Beide sind Fachleute, wenn es um den Stall von Bethlehem geht — und beide waren Feuer und Flamme von der Idee. Privatleute und Einzelhändler zogen auch mit. Ab sofort sind nun Goldstraß- und Wiese-Krippen, aber auch private Leihgaben in den Schaufenstern der folgenden Läden zu sehen: Schuhhaus Albus, Bergische Buchhandlung, Blumen Koch, Vodafone, Stilmix, Sessinghaus, Accanto, La Figura und im Fenster der Bergischen Morgenpost.

Aufmerksamkeit verdienen daneben die Rudolstädter Porzellankrippe im "Hotel zur Post", das orientalische Exemplar im Kolpinghaus-Innenfenster und die Weihnachtslandschaft im Fenster der Familie Wehn an der Marktstraße. Hinzu kommt noch die sich ständig nach Bibelworten zum Advent verändernde Großkrippe in der katholischen Pfarrkirche an der Weierbachstraße.

Heute Führung an Krippen entlang

Im Zusammenhang mit dieser "Uraufführung" eines Hückeswagener Krippenweges wird für heute, Dienstag, eine Führung für Jung und Alt angeboten. Treffpunkt ist um 16 Uhr an der katholischen Pfarrkirche. Der Spaziergang wird etwa eine Stunde dauern und an der Porzellan-Krippe im "Hotel zur Post" enden. Die Teilnahme ist kostenfrei.

(rt)