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Hückeswagen: Kreisverkehr Wiehagen wird ab August gebaut

Hückeswagen : Kreisverkehr Wiehagen wird ab August gebaut

Erfreuliche Nachrichten gibt es aus dem Amt für Planung und Straßen in Gummersbach: Die Bezirksregierung hat die Zuschussbewilligung für 2016 zugesagt. Damit könnte der Kreisel bald realisiert werden.

Veraltet, reparaturanfällig, teilerneuert vor 20 Jahren - der Zustand der Ampelanlage an der großen Kreuzung Blumen-/August-Lütgenau-/Wiehagener Straße/Kreisstraße 1 entspricht in keiner Weise modernen Ansprüchen. Hinzu kommen Risse in einigen Masten sowie defekte Kontaktstreifen, die für teils lange Wartezeiten sorgen. Das dürfte bald der Vergangenheit angehören, denn die Kreuzung bekommt einen im Durchmesser 33 Meter großen Kreisverkehr.

Eigentlich sollte die Maßnahme erst 2018 durchgeführt werden, dann hieß es 2017 - und jetzt hat die Bezirksregierung der durch den Oberbergischen Kreis signalisierten Dringlichkeit zugestimmt, eine andere Maßnahme zurückgestellt und einen Zuschuss des Landes noch für dieses Jahr zugesagt. "Das ist das halbe Leben, damit dürfte der Maßnahme nichts mehr im Wege stehen", sagte Rainer Ludwigs, Leiter des Amtes für Planung und Straßen auf Anfrage unserer Zeitung. Der Kreis hoffe auf eine Unterstützung des Landes, auch wenn die Zuschüsse für den Straßenbau generell dürftiger geworden seien. "Wir sind optimistisch", sagte Ludwigs.

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Auch der Baubeginn ist genehmigt, zurzeit laufen die öffentliche Ausschreibung und das Vergabeverfahren. Da die Kosten bei etwa 600.000 Euro liegen werden, muss der Kreistag am 30. Juni die Höhe der Baukosten absegnen. "Da wir noch mitten im Bieterverfahren sind, ist das nur eine geschätzte Zahl", sagte Ludwigs. Fest steht, dass der Baubeginn Anfang August sein soll, Bauende wäre dann Anfang Dezember. Für eine Dringlichkeitsentscheidung sieht Ludwigs keine Notwendigkeit, da der Kreistag ja schon in drei Wochen tage und sein Amt nun mit Hochdruck an dem sportlich-ambitionierten Ziel arbeite, bis dahin alle relevanten Daten und Fakten auf den Tisch zu bringen.

Als Alternative zum Kreisverkehr wurde auch eine erneute Ampelanlage diskutiert. "Das wäre aber ein Schildbürgerstreich gewesen", findet Ludwigs. An der Kreuzung bestehe wirklich dringender Handlungsbedarf. Sobald die Vergabe an eine Baufirma erfolgt sei, werde in Abstimmungsgesprächen auch darüber gesprochen, ob Versorgungsleitungen verlegt werden müssen. Das Amt würde sich dann mit den Energieversorgern abstimmen, ob neue Leitungen für Gas, Wasser und Strom verlegt werden müssten. Doch weil es in dem betroffenen Kreuzungsbereich des künftigen Kreisverkehrs keine Hausanschlüsse gibt, glaubt Ludwigs nicht daran, dass sich die eigentlichen Arbeiten am Kreisel dadurch verzögern.

Schon im Februar hatte der Amtsleiter gegenüber der BM bestätigt, dass das achtprozentige Gefälle an der Stelle kein Problem darstelle und der Verkehr reibungslos fließen werde. Auch die Polizei des Kreises hat signalisiert, dass sie in dem neuen Kreisverkehr eine Verbesserung der Verkehrssituation in diesem Bereich sehe.

(RP)