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Kreisumlage sorgt für Unmut bei Hückeswagener Stadtkämmerin

Kreisumlage für Hückeswagen : Kreisumlage sorgt für Unmut bei der Stadtkämmerin

Stadtkämmerin Isabel Bever erläutert, dass die Kreisumlage die höchste Belastung im Bereich der Transferaufwendungen darstellt. In Summe machten diese annähernd ein Drittel der Gesamtaufwendungen des städtischen Haushalts aus.

Da könnte es bei der Videokonferenz der oberbergischen Bürgermeister mit Landrat Jochen Hagt und Kreiskämmerer Klaus Grootens womöglich zu einer etwas heftigeren Auseinandersetzung kommen. Soll doch die Kreisumlage in diesem Jahr um 1,1 Prozentpunkte auf 38,9 Prozent und im Jahr darauf um weitere 0,9 Prozentpunkte auf dann 39,8 Prozent steigen. Diese Zahlen hatten Hagt und Grootens kürzlich den Bürgermeistern vorgestellt.

„Zu den Eckpunkten des Kreishaushaltes ist zu bemerken, dass die Kreisumlage die höchste Belastung im Bereich der Transferaufwendungen darstellt“, erläutert Stadtkämmerin Isabel Bever auf Anfrage unserer Redaktion. In Summe machten diese annähernd ein Drittel der Gesamtaufwendungen des städtischen Haushalts aus. „Daher können die jetzt vorgestellten Eckwerte der Planung nicht ohne Weiteres akzeptiert werden“, stellt die Kämmerin klar und kündigt an, dass im Zuge des sogenannten Benehmensverfahrens eine Reaktion erfolgen werde. Alle oberbergischen Kommunen sollen nun in Form einer gemeinsamen Stellungnahme den Kreis auffordern, Maßnahmen zur Senkung der geplanten Belastungen zu prüfen. Isabel Bever: „Dies ist vor allem deshalb angezeigt, da nahezu alle oberbergischen Kommunen durch starke wirtschaftliche Probleme geprägt sind und diese in der Mehrzahl Haushaltssanierungspläne bzw. -sicherungskonzepte aufstellen müssen.“ Hückeswagen etwa ist seit 2015 im HSK und das voraussichtlich noch bis 2024.

Die Verantwortlichen in den Kommunen fordern, dass die Kreisverwaltung in Gummersbach ein vergleichbares sparsames Verhalten an den Tag legt wie sie und alle Möglichkeiten nutzt, die 13 Städte und Gemeinden zu entlasten.

Bei der Vorstellung der Eckdaten des Kreishaushaltes hatte der Landrat auf die „erheblichen Mehraufwendungen“ für die Bekämpfung und die Folgen der Corona-Pandemie sowie Einnahmeausfälle verwiesen. Für die Jahre von 2022 bis 2025 erwartet Hagt jedoch wieder einen Rückgang der Kreisumlage unterhalb der Werte von 2020.

(büba)