Kultur in Hückeswagen und im Oberbergischen Kreis Kreiskulturausschuss zu Gast im Museum

Hückeswagen/Oberberg · Unterschiedliche Themen, die die Kultur im Oberbergischen Kreis betreffen, wurden jüngst im Hückeswagener Heimatmuseum im Schloss vorgestellt.

 Das Schloss Homburg in Nümbrecht war gleich zweimal Thema im Kreiskulturausschuss, der in Hückeswagen tagte.

Das Schloss Homburg in Nümbrecht war gleich zweimal Thema im Kreiskulturausschuss, der in Hückeswagen tagte.

Foto: Udo Teifel

Es kommt nicht oft vor, dass der Kreisnorden in den Genuss der Sitzung eines Ausschusses der Kreisverwaltung kommt. Der Kulturausschuss war jüngst eine dieser seltenen Gelegenheiten im Heimatmuseum. Auf der Tagesordnung standen sogar zwei Themen mit Hückeswagener Bezug – zum einen stellte der stellvertretende Vorsitzende des Trägervereins des Kultur-Hauses Zach die Kultur-Institution mit einer Power-Point-Präsentation vor. Von den ersten Anfängen über die Einweihung vor zehn Jahren bis heute – so bekamen die Ausschussmitglieder einen Eindruck der Kultur-Landschaft in der Schloss-Stadt. Der zweite Hückeswagener Punkt – ein Sachstandsbericht von Bürgermeister Dietmar Persian über das Regionale-2025-Projekt – musste entfallen, da Persian verhindert war. Schade, denn die Ausschuss-Sitzung fand im Schloss statt, einem zentralen Bestandteil der Regionale 2025.

Gleich zweimal stand das Schloss Homburg im Mittelpunkt. So ging es um die Corona-Sonderpreis-Verleihung – 5000 Euro stark war der Sonderpreis für künstlerische und kulturelle Arbeiten, die sich mit der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen beschäftigt hatten. Fünf Projekte bekamen jeweils 1000 Euro: der Förderkreis für Kinder, Kunst und Kultur in Bergneustadt; die Initiative WareHouseStage; Axel Müller für seine Kunstinstallation „Genug davon? Genug davon!“; die Poetry-Slamerin Tabea Lettau für ihren Text „Die Welt fühlt sich anders an“ und der Maler und Fotograf Manfred Krämer für sein Tryptichon „Sarskopf I-III“. Ein weiterer wichtiger Punkt war die Broschüre „Museum Schloss Homburg in einfacher Sprache“. Das Ziel der Broschüre sei es, das Museum und Forum Schloss Homburg noch inklusiver zu gestalten, sagte Kulturdezernent Felix Ammann. „Es gibt bereits Führungen in einfacher Sprache, jetzt ist die Broschüre dazu gekommen“, sagte er. Die Erstellung der einfachen Texte wurde von Kunsthistorikerin Uschi Baetz übernommen. Die Prüfgruppe für Einfache und Leichte Sprache des HBW-Hauses für Menschen mit Behinderung in Wiehl habe die Texte überarbeitet – und so sei in Gemeinschaftsarbeit eine mehr als 40-seitige und reich bebilderte Broschüre entstanden.

Mitgeteilt wurde zudem die Besetzung des Vergabegremiums für den Kultur-Förderpreis des Kreises. Wegen der Pandemie habe es zuletzt 2019 einen solchen Preis gegeben, die nächste Preisverleihung sei für 2022/2023 geplant. Das Vergabegremium bestehe aus Landrat Jochen Hagt, Marie Brück (Vorsitzende des Kulturausschusses), Ursula Mahler aus Radevormwald (stellvertretende Vorsitzende des Kulturausschusses), Kulturdezernent Felix Ammann, Kulturamtsleiter Steffen Müller – und jeweils einem Mitglied des Kulturausschusses aus jeder Kreistagsfraktion. Diese wurden in der Sitzung benannt, sodass sich das Gremium im Anschluss direkt zur konstituierenden Sitzung treffen konnte. Als weiteres Thema ging es um ein kulturelles Förderprogramm des Landes – den Kulturrucksack NRW. So sei die Bewerbung des Kreises für 2023 fristgerecht zum 31. Juli eingereicht worden. Das Förderprogramm richte sich vor allem an junge Menschen, um ihnen kulturelle Bildung zu ermöglichen. Die Zielgruppe seien Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren. Das Land unterstütze Kulturrucksack-Kommunen mit jährlich 4,40 Euro pro Kind und Jugendlichen in der genannten Altersgruppe – beteiligen könnten sich Kommunen mit 3500 jungen Menschen in den Altersgruppen.

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