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Hückeswagen: Kreditkarten-Daten gestohlen

Hückeswagen : Kreditkarten-Daten gestohlen

Der Kreditkarten-Skandal hat auch Hückeswagen erreicht. Von dem Daten-Diebstahl bei einem spanischen Dienstleister für Kreditkarten-Zahlungen sind auch Kunden örtlicher Banken betroffen.

Thomas Rickmann hat seit kurzem eine neue Kreditkarte. Und das nur, weil er im Spanien-Urlaub einen Ausflug mit seiner Karte bezahlt hatte. "Bei einem Dienstleister muss es wohl ein Leck gegeben haben", erzählt er im BM-Gespräch. Schaden sei keiner entstanden.

Als Leiter der Kundenberatung der örtlichen Sparkasse ist er auch für das Kreditkartengeschäft zuständig und hat daher die aktuelle Entwicklung besonders im Blick. Wie er haben weitere Sparkassen-Kunden — insgesamt etwas mehr als 100 — in diesen Tagen Post bekommen, in denen ihnen der Austausch ihrer Kreditkarte angekündigt wird.

Ihn nimmt die jeweilige Kreditkarten-Gesellschaft vor. "Damit nichts passieren kann", betont Rickmann und unterstreicht damit die Aussagen der Filialleiter der Raiffeisenbank, Guido Verwied, und der Volksbank Remscheid-Solingen, Oliver Wenzel. Während bei Letzterer bislang noch kein Hückeswagener Kunde betroffen ist, mussten bei der Raiffeisenbank ebenfalls einige Kreditkarten ausgetauscht werden. "Wir haben die Kunden angeschrieben und ihnen eine Ersatzkarte geschickt", berichtete Verwied.

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Unregelmäßigkeiten fallen auf

Finanzielle Schäden durch den Daten-Diebstahl hat es offenbar noch nicht gegeben. Wahrscheinlich auch deshalb, weil die Kreditkarten-Gesellschaften sofort reagieren.

"Zu 99 Prozent fallen Unregelmäßigkeiten unverzüglich auf", versichert Wenzel. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn beim Datenfluss vom Geschäft zum (spanischen) Dienstleister das Geld einen "Umweg" nimmt. "Dann wird die Karte sofort gesperrt", betont der Volksbank-Filialleiter. Problematisch seien Geschäfte, deren technisches Equipment nicht auf dem neuesten Stand ist. Da seien die Daten von Profis schnell "abgefischt".

Sorgen muss sich aber kein Betroffener machen. Selbst wenn mit Hilfe der gestohlenen Daten größere Beträge vom Konto abgezogen werden, ist das nicht zum Schaden des jeweiligen Kontoinhabers. In solchen Fällen kommt die Kreditkarten-Gesellschaft dafür auf. Schließlich hat der Karten-Inhaber nicht grob fahrlässig gehandelt.

Nur Betroffene erhalten Post

"Dennoch sollte man sensibel seine Abrechnungen überprüfen und sich gegebenenfalls bei uns melden", stellt Thomas Rickmann klar. Und beruhigt: "Es werden von uns nur diejenigen angeschrieben, die auch betroffen sind." Wer keine Post erhält, muss sich keine Gedanken machen.

(RP)