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Kreative Frauen bestücken weihnachtlichen Basar in Hückeswagen

24. Kulturmesse in Hückeswagen : Kreative Frauen bestücken weihnachtlichen Basar

Die 24. Kulturmesse im Kultur-Haus Zach am Wochenende war ein kleiner Trost für den ausgefallenen Weihnachtsmarkt. Der große Andrang blieb jedoch aus.

Filzmäppchen statt Plastik-Etuis, kreative Mode statt Kleidung von der Stange und handgemachte Weihnachtsgestecke statt Discounter-Angebote – es ist den Organisatoren des Hückeswagener Weihnachtsmarkts „Hüttenzauber“ immer wichtig, möglichst wenig kommerzielle Ware, dafür aber viel Handwerkskunst anzubieten. Und so hält es auch der Stadtkulturverband bei der Ausrichtung der Kulturmesse. Trotz der Absage des „Hüttenzaubers“ kamen vier Ausstellerinnen ins Kultur-Haus, um ihre selbst hergestellten Waren zu präsentieren und natürlich auch zu verkaufen.

Obwohl drei Ausstellerinnen abgesagt hatten, war die vorhandene Fläche im Veranstaltungsraum gut gefüllt mit Mützen, Schals, Kindersachen, Weihnachtsdeko, Gestecken und Filztaschen. Am Samstag kamen jedoch nur wenige Besucher zur Kulturmesse. „Das ist schade, denn die meisten Märkte wurden doch abgesagt“, bedauerte Ausstellerin Karin Pickenpack. „Wir haben aber trotzdem Spaß“, fügte ihre Kollegin Elisabeth Schäfer hinzu. Zusammen mit Brigitte Brandt, die wie ihre Mitstreiterinnen aus Wermelskirchen kommt, sowie Gudrun Kalkum aus Oberburg (Solingen), hatten die Ausstellerinnen in der Vergangenheit schon viele Märkte zusammen bestritten.

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Für Brigitte Brandt, die kunstvolle Gestecke und Adventskränze herstellt, beginnt die Hauptarbeitszeit erst kurz vor dem ersten Advent. „Vier Wochen vorher ist Stress angesagt, aber es macht Spaß und kribbelt dann auch in den Fingern“, berichtete sie. Auf bis zu 20 Märkten im Jahr stellt Elisabeth Schäfer ihre Filzarbeiten aus. „Es soll ja ein Hobby bleiben und nicht in Stress ausarten“, sagte sie. Neben den kunstvollen und farbenfrohen Taschen, Geldbörsen und Handyhüllen hat die Wermelskirchenerin eine echte Marktlücke entdeckt: gefilzte Impfpass-Hüllen. Von 50 Exemplaren war nur noch ein kleiner Rest übrig. Dafür war die Auswahl an Taschen groß.

Am Stand von Karin Pickenpack stießen besonders die großen Dreieckstücher auf Interesse. „Davon habe ich in Lindlar schon ganz viele verkauft“, sagte sie. Viele Verkaufsmöglichkeiten blieben der leidenschaftlichen Schneiderin nach der Absagewelle der Weihnachtsmärkte jedoch nicht.

Das Kultur-Haus Zach sorgte während der zweitätigen Kulturmesse für einladende Rahmenbedingungen. An den aufgestellten Tischgruppen wurden Waffeln, Kuchen, Kaffee, Tee und Winzer-Glühwein serviert. Dass die Veranstaltung ohne Weihnachtsmarkt weniger gut besucht sein würde, war den Ausrichtern von vornherein klar. „Absagen wollten wir den Künstlern aber nicht, da wir hier auch alle Corona-Regeln einhalten können“, sagte Stefan Noppenberger, Vorsitzender des Stadtkulturverbands. Auf den neuen Standort des Hüttenzaubers auf dem Schlossplatz und der Marktstraße hatten sich die Organisatoren der Kulturmesse schon gefreut. „Dann hätte wir hier sogar Laufkundschaft gehabt“, sagte Helferin Claudia Neumann.

Der verkaufsoffene Sonntag lockte nochmal mehr Menschen in die Stadt, als am verregneten Samstag. Brigitte Brandt nutzte dennoch jede freie Minuten zur Erweiterung ihres Sortiments. Mit der Häkelnadel verwandelte sie Sektkorken in kleine Weihnachtsmänner. „Für die Korken musste ich die Flaschen vorher alle leertrinken“, scherzte die Wermelskirchenerin, die sich ihre gute Laune nicht nehmen ließ.