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Kostenfreie Festschrift zur Wiedervereinigung von Hückeswagen 1920

Wiedervereinigung von Hückeswagen : Spannendes Geschichtsbuch zur Stadt-Fusion

Anlässlich der Wiedervereinigung von Hückeswagen vor 100 Jahren liegt an drei Stellen in der Stadt eine kostenfreie Festschrift aus. Norbert Bangert und Lutz Jahr hatten sie im Auftrag der Stadt erstellt.

70 Jahre vor der Wiedervereinigung von Deutschland am 3. Oktober 1990 hatte es im Bergischen eine kleine, weit weniger spektakuläre Wiedervereinigung gegeben. Für die Schloss-Stadt dagegen war es eine wichtige, kamen doch am 1. März 1920 die Landgemeinde Neuhückeswagen und die Stadtgemeinde Hückeswagen nach Jahrzehnten der Trennung wieder zusammen. Die Fusion jährte sich in diesem Frühjahr zum 100. Mal und sollte am letzten März-Wochenende mit einem zweitägigen Fest inklusive historischem Jahrmarkt und einem verkaufsoffenen Sonntag gefeiert werden – doch die Corona-Krise machte dem einen Strich durch die Rechnung, Auch der Ersatztermin im August konnte nicht gehalten werden.

Pünktlich zu den eigentlichen Feierlichkeiten aber war die Jubiläumsschrift erschienen, die der Historiker Norbert Bangert und der frühere Ordnungsamtsleiter und Vorsitzende des Heimat-, Verkehrs- und Verschönerungsvereins Lutz Jahr in mühevoller Kleinarbeit erstellt hatten. Torsten Kemper von der Stadtverwaltung weist nun darauf hin, dass das Buch an einigen Stellen im Stadtgebiet kostenfrei zu bekommen ist.

„Die spannende Geschichte der (Wieder-)Vereinigung von Hückeswagen und Neuhückeswagen ist es Wert, genauer betrachtet zu werden“, versichert Kemper. Deswegen wird die Festschrift der Schloss-Stadt Hückeswagen zum Jubiläum mit der Geschichte der Entstehung der „Zwei Hückeswagen“ und der Vereinigung im Jahr 1920 für alle Interessierte unentgeltlich abgegeben. Bangert und Jahr hatten im Vorfeld viele Wochen in die Recherche und die Suche nach Quellen aus längst vergangener Zeit investiert. Herausgekommen ist eine 76 Seiten lange und reich bebilderte Zeitreise, „in der einem vieles aus heutiger Sicht fremd vorkommt, einiges aber auch erschreckend aktuell erscheint“. Kemper weiter: „Auf jeden Fall ist die Geschichte der Trennung und (Wieder-)Vereinigung von Hückeswagen ein spannendes Kapitel in der Historie unserer Stadt.“

Bürgermeister Dietmar Persian lobt die beiden Autoren, „die mit ihrer Arbeit die Geschichte lebendig gemacht haben“. Sein Dank gilt zudem an die Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen und die BEW, „die mit Ihrer finanziellen Unterstützung die Erstellung des Buches ermöglicht haben“.

Dass es einmal zwei Hückeswagen gegeben hat, ist für viele heute ein Novum. Das hört auch Persian immer wieder, wenn sie ihn fragen, wo denn Neuhückeswagen gelegen habe. Die Antwort lautet in der Regel: „Auf der anderen Seite der Wupper.“ So einfach ist das zwar nicht, aber doch ein wichtiger Teil der Wahrheit. Denn noch heute gibt es ein Grundbuch für Hückeswagen und Neukückeswagen. Und wer seine Wetter-App auf dem Smartphone aufruft, findet mitunter ebenfalls den Hinweis auf Neuhückeswagen.

Ausgabestellen sind die Bergischen Buchhandlung, die Stadtbibliothek und das Bürgerbüro der Stadt. Letzteren kann derzeit nur nach vorheriger Terminvereinbarung unter ☏ 02192 880 oder per E-Mail an info@hueckeswagen.de besucht werden.