Hückeswagen: Kommt Gelbe Tonne für Gelbe Säcke?

Hückeswagen: Kommt Gelbe Tonne für Gelbe Säcke?

Die Stadt wird sich im Laufe dieses Jahres entscheiden müssen, ob der Müll des Dualen System künftig in der Gelben Tonne oder weiter wie bisher im Gelben Sack entsorgt wird. Sie strebt eine einheitliche Regelung mit den Nachbarkommunen an.

Gelbe Säcke sind seit der Einführung ein Thema, das bei den Hückeswagenern häufig zu Ärger führt. Denn immer wieder gibt es Beschwerden über zu dünne Beutel, die schon beim Zupacken reißen würden. Abhilfe könnte die Gelbe Tonne schaffen, mit der es keine Diskussion mehr über die Reißfestigkeit der Säcke gäbe.

Durch eine Veränderung im Verpackungsgesetz, das der Bundestag Anfang 2017 verabschiedet und der Bundesrat im Sommer bestätigt hatte, müssen für die Kommunen im Oberbergischen und Rheinisch-Bergischen Kreis neue Regelungen getroffen werden. Christoph Rösgen, Leiter der Abfallwirtschaft beim Bergischen Abfallwirtschaftsverband (BAV) und Geschäftsführer beim Abfall-, Sammel-, und Transportverband Oberberg (Asto), erklärt: "Haushalts-, Bio- und Sperrmüll sind von den neuen Regelungen nicht erfasst. Betroffen sind die Abfuhr und Entsorgung von Altpapier und Altglas und von sogenanntem leichten Verpackungsmüll, der bisher in Gelben Säcken gesammelt wird." Das Gesetz wird zum 1. Januar 2019 in Kraft treten, weswegen in diesem Jahr die Neuregelung erörtert und beschlossen werden muss. Zudem wird für die Zeit ab 2020 die Vergabe des Einsammelns der Leichtverpackung in Oberberg und Rhein-Berg neu vergeben - alle drei Jahre werden die Verträge neu ausgehandelt.

Es muss die Entscheidung getroffen werden, ob weiter mit Gelben Säcken oder mit Gelben Tonnen und Containern gearbeitet wird. "Das werden wir in den Gremien besprechen", sagt Bürgermeister Dietmar Persian mit Verweis auf die Beiräte von BAV und BTV (Bergischer Transportverband), in denen auch Vertreter der Schloss-Stadt sitzen. Persian selbst tendiert weiterhin zum Gelben Sack, weil der einfacher unterzubringen sei und nachweislich weniger Fremdmüll enthalte (s. Info-Kasten). "Sinnvoll wäre aber eine einheitliche Lösung für alle Kommunen", betont er. Es habe wenig Sinn, wenn eine Stadt den Gelben Sack und die anderen die Gelbe Tonne hätte.

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Egal, welcher Behälter künftig für den Plastikmüll des Dualen Systems genutzt wird, für Vermieter wird es keine Sonderregelung geben. "Auch bei Großvermietern werden die Gelben Säcke alle vier Wochen vom Entsorger eingesammelt und abgefahren", versichert Rösgen. "Die Regelung ist für alle gleich."

Mit der Veränderung im Verpackungsgesetz muss auch die Abfallberatung neu organisiert werden. Für Hückeswagen, das den Bereich der Abfallentsorgung bereits vor 17 Jahren dem BAV übertragen hatte, bedeutet dies, dass der Verband demnächst Vorschläge unterbreiten wird, wie es mit den einzelnen Materialien weitergehen könnte. Die Informationen des BAV werden über den Beirat transportiert. Dort sitzen neben den Vertretern des BAV auch Mitarbeiter der Verwaltung und Vertreter der Kommunalpolitik.

Wann es die Abstimmungsvereinbarung gibt, steht noch nicht fest. "Wir sind dabei, die Vorschläge zu erarbeiten", sagt Rösgen. BAV und Kommunen wird durch die Neuregelung die Möglichkeit eingeräumt, dem Dualen System Vorgaben zu machen. In Oberberg sind dies der Asto und der BTV.

(RP)