Hückeswagen: Kommentar: Lächerlicher Vorstoß

Hückeswagen: Kommentar: Lächerlicher Vorstoß

Anke Vetter will also überprüfen lassen, ob Segways auf dem Radweg zugelassen werden dürfen. Der Vorstoß der stellvertretenden Bürgermeisterin von Marienheide, die Elektro-Roller vom Radweg fern zu halten, ist lächerlich. Erstens sind Segway-Fahrer deutlich in der Minderheit. Die "Gefahr", auf sie zu treffen, besteht also eher selten. Zweitens sind E-Bikes, also elektrisch betriebene Fahrräder, auf dem Radweg erlaubt und eher schneller als Segways. Und drittens sind Mountainbiker oder Rennradfahrer mitunter auch nicht gerade mit Schrittgeschwindigkeit unterwegs. Und was ist so schwierig daran, die Geschwindigkeit von Segways einzuschätzen? Bei Fahrrädern hat damit noch nie jemand ein Problem gehabt oder ein solches öffentlich kund getan.

Lassen wir die Kirche im Dorf und die Elektro-Fahrzeuge auf den Radweg. Voraussetzung dafür, dass dort nichts passiert, ist vor allem die gegenseitige Rücksichtnahme aller, die sich auf dem Radweg aufhalten. Jetzt eine Behörde zu beauftragen, etwas Sinnloses wie ein mögliches Segway-Verbot zu überprüfen, ist pure Verschwendung – von Zeit, von Nerven und von Steuergeld. Es gibt genügend Probleme, um die es sich zu kümmern lohnt. Da muss man nicht noch welche an den Haaren herbei ziehen.

(RP)