Hückeswagen: Köln Historic: Über 170 Oldies rollen bei Regen auf den Bahnhofsplatz

Hückeswagen: Köln Historic: Über 170 Oldies rollen bei Regen auf den Bahnhofsplatz

Es regnete Bindfäden, als zahlreiche Hückeswagener am Samstagnachmittag auf den Bahnhofsplatz strömten. Schließlich wurde dort eine ganze Menge geboten. Zumindest als Autofreund war man vor dem Bürgerbüro dem siebten Boliden-Himmel ganz nah, als die über 170 Teilnehmer der 3. Köln Historic Rallye nach und nach auf den Bahnhofsplatz rollten.

Zunächst noch etwas zögerlich, allerdings ab 15 Uhr fuhren die Oldtimer dann praktisch im Sekundentakt vor, so dass Moderator Detlef Krehl kaum zum Luftholen kam - und der Bahnhofsplatz irgendwann an seine Kapazitätsgrenzen gelangte und einige der Fahrer ihre Kaffeepause verkürzen mussten.

Die Rallye Köln Historic 2017 führte quer durchs Bergische Land. Start- und Zielpunkt war der Kölner Tanzbrunnen, die Mittagspause war in Repetal im Sauerland. Zur Kaffeepause wurde dann in der Schloss-Stadt Station gemacht. Mit dabei waren Teilnehmer aus ganz Deutschland, aber auch aus Belgien, Luxemburg oder der Schweiz. Auf die 269 Kilometer lange Strecke hatten sich am frühen Morgen 168 Teams begeben, wetterbedingt habe es den einen oder anderen Ausfall gegeben, im Großen und Ganzen sei aber alles nach Plan verlaufen, sagte Krehl.

Und was alles an vierrädrigen Schätzchen auf den Bahnhofsplatz einbog, war eine echte Augenweide für jeden Autofreund. Mit Abstand der älteste Wagen war ein Ford Modell A aus dem Jahr 1930, der natürlich ein besonderer Hingucker war. Aber auch die zahlreichen Porsches, Ford Mustangs oder Mercedes-Limousinen bekamen immer wieder Applaus aus dem Publikum, das trotz des Regens ausharrte.

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Darunter war auch der frischgebackene NRW-Justizminister Peter Biesenbach. Er war zur Unterstützung von Freunden gekommen: "Für Autofreunde ist das hier ja ein echtes Spektakel", sagte Biesenbach. Seine Freunde seien mit einem Citroen ID 19, Baujahr 1967, bei der Rallye dabei. "Und da wir heute in Hückeswagen sind, haben wir uns das natürlich nicht entgehen lassen wollen", sagte Biesenbach, der eifrig die alten und jüngeren Oldies fotografierte.

Natürlich wäre die Fahrt durch die Bergische Landschaft bei strahlendem Sonnenschein noch viel schöner gewesen, aber die Laune ließen sich die Teilnehmer auch durch teils ausgiebige Schauer nicht vermiesen. Gänzlich Wetterfeste schreckten auch nicht davor zurück, ihr Cabrio mit offenem Verdeck zu fahren. Dazu zählte auch Skateboard-Papst Titus Dittmann aus Münster, der in einem weißen Ford Mustang Cabrio von 1965 an der Rallye teilnahm. "Da verdünnt sich wenigstens der starke Kaffee ein wenig", rief er bei der Abfahrt gut gelaunt aus seinem Auto heraus. Das in der Eisdiele erstandene Heißgetränk hielt er dabei zuprostend in der Hand.

(wow)