Hückeswagen: Kleine Dramen beim Triathlon

Hückeswagen : Kleine Dramen beim Triathlon

130 Nachwuchstriathleten starteten gestern Morgen beim 7. Schülertriathlon des ATV im Brunsbachtal.Gekämpft wurde in allen der vier Altersklassen bis zum Letzten. Tränen und Freudensprünge waren die Folgen.

Mit verzerrtem Gesicht hält das Mädchen mitten auf der Strecke an, während ihm die Tränen die Wangen hinunter fließen. „Das Fahrrad fährt nicht mehr“, ruft sie verzweifelt, während Erwachsene am Rand des Parkplatzes im Brunsbachtal sie unentwegt anfeuern und zum Durchhalten auffordern. Unklar bleibt jedoch, ob das Fahrrad einen Defekt hat oder ob es der Kräfteverschleiß ist. Denn nach einer kurzen Pause macht die kleine Triathletin weiter. Das war nur eines von vielen kleinen Dramen, die sich gestern am Rande des Schülertriathlons abspielten.

Der Wettbewerb ist Teil des Rheinland-Cups, der aus insgesamt zehn Wettkämpfen besteht. „Heute nehmen 130 Kinder in vier Altersgruppen teil“, berichtet Cheforganisator und Veranstaltungsmoderator Lothar Küthe nach einem Blick in die Statistik. Auffällig: Nur 20 Prozent der Teilnehmer kommen aus Hückeswagen. „Alleine 38 Kinder und Jugendliche sind aus Leverkusen, das ist die Gruppe mit den meisten Teilnehmern. Andere sind aus Dortmund, Attendorn oder Bonn angereist“, sagt Küthe.

Die Bezeichnung Schülertriathlon darf dabei nicht in die Irre führen, denn die meisten Kinder und Jugendliche, die im Brunsbachtal an den Start gehen, sind in Vereinen organisiert und werden nicht etwa von einer Schule ins Rennen geschickt. So startet beispielsweise Cedric Geitmann aus Halver, Jahrgang 1999, für den RC Lüdenscheid. Und das mit großem Erfolg. In seiner Klasse der Schüler C und D, wo er 50 Meter schwimmen, 1700 Meter Rad fahren und 600 Meter laufen muss, belegt er den zweiten Platz. Seine Eltern begleiten ihn bei fast jedem Wettkampf. „Fußball macht mir auch sehr viel Spaß“, betont Cedric. Aber die Verletzungsgefahr sei dort zu groß.

Hendrik Bramer, der in der gleichen Altersklasse startet, ist seit einem Jahr in der neu gegründeten Triathlonabteilung des SV Bergisch Gladbach dabei. Angefangen habe alles bei einem Probetraining des Vereins, erzählt sein Vater. „Das hat ihm viel Spaß gemacht“, erinnert sich Guido Bramer. Hendriks Lieblingsdisziplin ist eindeutig das Schwimmen. „Dabei kann man so schön durchs Wasser gleiten“, freut sich der Junge aus Bergisch Gladbach.

ATV-Vorsitzende Jürgen Dickentmann blickt eine Stunde nach Beginn der Wettkämpfe zufrieden auf den Verlauf. „Unser Verein hat natürlich aufgrund der Ausrichtung des Erwachsenenwettkampfes einiges an Erfahrung“, unterstreicht er. Tatsächlich verläuft der Triathlon größtenteils reibungslos. Nur ab und zu haben die Kinder bei der Bewältigung der Route ein wenig Schwierigkeiten bei der Orientierung. Aber auch diese kleinen Dramen enden meistens mit einem Happy- End.

(RP)
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