Hückeswagen: Kirchengemeinde finanziert Umbau aus Rücklagen

Hückeswagen : Kirchengemeinde finanziert Umbau aus Rücklagen

Die Evangelische Kirchengemeinde investiert insgesamt 700 000 Euro in den zehnmonatigen Umbau ihres in die Jahre gekommenen "Zuhauses". Das erklärte Finanzkirchmeister Michael Schröder am Freitagabend bei der Vorstellung der Umbaumaßnahmen am Gemeindezentrum Lindenberg. "Wir können den Umbau aus den Rücklagen der Gemeinde finanzieren und benötigen keine zusätzlichen Kredite", sagte Schröder über die finanzielle Situation der Gemeinde.

Architekt Willi Birrenbach (Ingenieur-Büro Huckenbeck aus Radevormwald) sorgte mit seinen Plänen für den Umbau des Gemeindezentrums für überwiegend positive Reaktionen bei den Gemeindegliedern. Ab Ostern wird das Gebäude aus dem Jahr 1961 von Grund auf saniert. "In Zukunft können wir drei Waffeleisen anschließen, ohne dass die Sicherung rausfliegt – das ist eine tolle Perspektive", sagte Pfarrer Martin Haupt-Schott mit einem Lächeln.

Neben der Elektrik werden an dem typischen 60er-Jahre-Bau unter anderem auch Dach, Brandschutz, Wärmedämmung, Technik und Statik erneuert. Zudem werden Fenster, Türen und Sanitäranlagen saniert. "Nach außen hin präsentiert sich das Gebäude in Zukunft wie zuvor, wir müssen jedoch im vorderen Teil eine Stütze einbauen, da derzeit Risse in den Wänden zu sehen sind", sagte Birrenbach. Lediglich die Bäume vor dem Gebäude werden gefällt. Die größte Veränderung im Gemeindezentrum am Lindenberg ist der Einbau eines Lifts, der auch Rollstuhlfahrern einen problemlosen Besuch ermöglichen soll. "Wir haben uns bewusst für einen Lift und gegen einen Aufzug entschieden, da ein Lift wesentlich kostengünstiger ist", erklärte Birrenbach. Auch die Beleuchtung im Gemeindezentrum werde auf den neusten Stand gebracht und auf LED-Technik umgerüstet.

"Es muss jetzt umgebaut werden, wir planen schon seit mehr als sieben Jahren, es sind so viele Menschen an dem Projekt beteiligt", sagte Haupt-Schott. Ab dem 18. März ist das Gemeindezentrum geschlossen, die Gruppen weichen in andere Gebäude der Gemeinde aus. "Bis Ostern räumen wir alles aus – dann können die Arbeiten beginnen", sagte Haupt-Schott und gab den Startschuss für den Umbau.

Derweil äußerte die Gemeinde ihren Unmut über den Bau eines zweiten Kolumbariums auf dem Friedhof Am Kamp. Haupt-Schott: "Wir sind der Meinung, dass Hückeswagen kein zweites Kolumbarium braucht."

(nora)