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Hückeswagen: Kindergarten feiert Richtfest für Anbau

Hückeswagen : Kindergarten feiert Richtfest für Anbau

Die Erweiterung des Wiehagener Johanna-Heymann-Kindergartens ist weit fortgeschritten - gestern wurde Richtfest gefeiert. Die Verantwortlichen der Arbeiterwohlfahrt sind zuversichtlich, dass die zwei zusätzlichen Gruppen zum 1. August starten können.

Das sind mal Wetter-Gegensätze: Als mit den Bauarbeiten zum Kindergarten-Anbau Anfang des Jahres begonnen werden sollte, herrschte Frost. Die Folge war, dass sich die Arbeiten um mehrere Wochen verzögerten. "Die Verzögerung haben die Bauarbeiter wieder hereingeholt", sagte Jürgen Gogos, Frühpädagoge und Fachberater für Kinder-Tageseinrichtungen der Awo, gestern im Gespräch mit unserer Redaktion im Vorfeld des Richtfests. Bei dem war es fast 30 Grad heiß und schwül. Und justament, als der Zimmermann zum Richtspruch ansetzte, begann das Gewittergrollen.

Die Korthaus GmbH aus Bergneustadt hatte 2005 schon den Kindergarten gebaut, jetzt ist sie auch für den Anbau verantwortlich. Foto: St. Büllesbach

Im Juli vorigen Jahres hatten die Stadt Hückeswagen, das Kreisjugendamt und die Awo Rhein-Oberberg erste intensive Gespräche geführt, ob Letztere zwei zusätzliche Gruppen mit 40 Kindern im Johanna-Heymann-Kindergarten an der Blumenstraße, neben der Grundschule Wiehagen, anbieten kann. Der Awo-Kreisverband war gebeten worden zu prüfen, ob ein Ausbau möglich sei, blickte Kreisvorsitzende Beate Ruland nach dem Richtspruch zurück. "Gerade im Stadtteil Wiehagen besteht ein großer Bedarf an zusätzlichen U3- und Ü3-Plätzen", betonte sie. Die Prüfung war offenbar positiv, denn die Awo plante einen Anbau, um 40 neue Plätze zu schaffen, die sich in sechs U3- und 34 Ü3-Plätze aufteilen.

Ende Januar konnten die Mitarbeiter der Bergneustädter Firma Korthaus, die vor 13 Jahren auch schon den Kindergarten errichtet hatte, mit den Bauarbeiten beginnen. Insgesamt werden laut Ruland 218 Quadratmeter umbauter Raum geschaffen - "das bedeutet zwei neue Gruppen mit Gruppen- und Nebenräumen, einem Bewegungsraum, einem neuen Personalraum und einem Wickelbereich". Der Kindergarten "verdoppele" sich somit auf 80 Kinder.

Die Gesamtkosten für den Ausbau inklusive Ausstattung bezifferte die Kreisvorsitzende auf 653.500 Euro, die aus Landesmittel zustandekommen. 588.000 Euro kosten die Bauarbeiten, der Rest ist für die Ausstattung vorgesehen.

Gogos hofft, dass der Anbau bis zum 1. August fertiggestellt ist, wenn das neue Kindergartenjahr beginnt. Dann werden voraussichtlich 40 neue Kinder - bislang gibt es für die beiden künftigen zusätzlichen Gruppen 34 Anmeldungen - sowie zwölf, die die Plätze der in die Schule wechselnden Jungen und Mädchen einnehmen, in der Einrichtung an der Blumenstraße betreut. Sollte das jedoch nicht klappen, weil die Bauarbeiten zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig sind, haben die Verantwortlichen der Arbeiterwohlfahrt einen Plan B, über den auch schon die Eltern der künftigen Kindergarten-Kinder informiert sind. So könne der "erste Schwung" in der Turnhalle der Einrichtung betreut werden, sagte Gogos. Spätestens zum 1. Oktober sollten dann alle Kinder im Anbau betreut werden. "So wie es aussieht, ist es aber wohl theoretisch möglich, dass wir zum 1. August mit allen neuen Kindern starten können", betonte der Fachberater für Kinder-Tageseinrichtungen.

Für die zwei neuen Gruppen wurden sechs neue Stellen ausgeschrieben - vier in Voll- und zwei in Teilzeit. Laut Gogos sind die neuen Erzieherinnen schon gefunden.

Beeinträchtigungen des Kindergarten-Alltags durch die Baustelle habe es keine gegeben, versicherte er. Zwar sei das Außengelände etwaskleiner geworden, werde aber später wieder vergrößert. Für die Knirpse sind die Bauarbeiten ohnehin ein Riesenspaß: "Die drücken sich die Nasen platt am Zaun", erzählte Gogos.

(büba)