Hückeswagen: Kaufpark wird größer und moderner

Hückeswagen : Kaufpark wird größer und moderner

Wenn mit dem Neubau auf dem ehemaligen Raiffeisen-Gelände am Etapler Platz begonnen wird, soll auch der Kaufpark umgestaltet werden. Das teilte Investor Martin Schommer mit. Vor Herbst werden die Arbeiten aber nicht starten.

Der große Supermarkt im Zentrum soll in ein paar Monaten in neuem Glanz erstrahlen. Die hohen Regale, deren obere Reihen selbst großgewachsene Menschen kaum ohne Hilfsmittel erreichen können, sollen durch niedrigere ausgetauscht werden. Auch soll der Verkaufsraum heller werden. Das sagt Martin Schommer, Investor des Neubaukomplexes auf dem früheren Raiffeisengelände. Er ist geschäftsführender Gesellschafter der Viersener Firma Horus, die im September 2012 den gesamten Komplex mit Kaufpark, weiteren Geschäften, einem Lokal und etlichen Wohnungen zwischen Etapler- und Bahnhofsplatz aus der Insolvenzmasse des Immobilien-Unternehmens Treveria gekauft hatte.

Zudem wird die Verkaufsfläche um etwa 300 Quadratmeter vergrößert; bislang verfügt der Kaufpark über 1300 Quadratmeter inklusive Lagerfläche. "Nach dem Umbau wird es aber nicht unbedingt mehr Artikel geben, vielmehr soll das Sortiment attraktiver und tiefer werden", bestätigt Schommer auf Anfrage der BM. Das bedeutet, dass es zum Beispiel statt vier Ketchup-Marken demnächst acht geben könnte. Die Rewe-Gruppe, zu der der Kaufpark gehört, rechne nicht unbedingt mit mehr Umsatz nach der Umgestaltung. "Sie setzt eben mehr auf die Erweiterung des Sortiments als auf die der Verkaufsfläche", sagt Schommer. Die Rewe-Gruppe will ihren Standort Hückeswagen noch mindestens die nächsten 19 Jahre betreiben.

Nach dem Umbau würden die Hückeswagener "ihren" Kaufpark nicht mehr wiedererkennen, betont Schommer. "Er wird attraktiver und großzügiger gestaltet, so wie man heute einen Supermarkt bauen würde." Er rechnet jedoch mit dem Umbau und der Erweiterung nicht vor Herbst.

Das hat auch etwas mit dem Baugenehmigungsverfahren für den Neubau auf dem ehemaligen Raiffeisenmarkt-Gelände zu tun. "Im Prinzip hängt alles zusammen", erläutert der Investor. So sollen die beiden bereits vorhandenen Tiefgaregen unter dem Kaufpark und dem GBS-Haus zusammengelegt werden, wofür aber noch nicht alle Genehmigungen erteilt wurden. "Ernsthaft anfangen werden wir erst, wenn wir alles zusammenhaben", sagt Schommer.

Im zum Bahnhofsplatz gelegenen Bereich des großen Gebäudekomplexes wird sich auch einiges ändern. So soll die Spielhalle in den ehemaligen, im Januar 2012 geschlossenen Schlecker-Markt an der Bahnhofstraße umziehen, womit die aktuellen Räumlichkeiten im unteren, zum Bürgerbüro gelegenen Gebäudeteil für die Erweiterung des Lagers frei würden. In das ehemalige Ladenlokal des Restaurants "Mimmo & Toni", das vor drei Jahren in die ehemalige "Hosteria" im GBS-Haus umgezogen war, wird wahrscheinlich der Imbiss "Mykonos" einziehen, der damit das Goethetal verlassen würde. Der Mietvertrag ist laut Schommer aber noch nicht unterschrieben.

(RP)
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