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Karl-May-Schauspieler treffen sich in Hückeswagen

Karl-May-Treffen in Hückeswagen : Stars von Winnetou & Co. im und am Haus Hammerstein

Karl-May-Fan Stefan Brücker hatte mehrere Stars der Winnetou-Filme nach Hückeswagen eingeladen, darunter Marie Versini, die Winnetous Schwester gespielt hatte.

Braun gebrannt und schwarze Haare bis fast zu den Kniekehlen – Emir Muller ist prädestiniert für die Rolle als Indianer. Zur Schauspielerei kam der Bauchemiker jedoch erst jetzt, nachdem seine sechs Kinder groß waren und er von Neuwied auf die kroatische Insel Krk gezogen war. Am Wochenende war er wieder nach Deutschland gekommen. Denn hierhin hatte Stefan Brücker aus Radevormwald ihn und mehrere Schauspielkollegen eingeladen.

Angereist waren die Französin Marie Versini, die als Winnetous Schwester Nscho-tschi bekannt wurde, wie auch ihr Kollege Milan Beli Bosiljcic, der in „Winnetou und sein Freund Old Firehand“ mitspielte. Größere Rollen hatte der heute 86-jährige Serbe ab 1968 von der ostdeutschen Filmproduktion DEFA erhalten. Damals wirkte er als Schurke in Indianerfilmen mit, die ihn in der DDR als Milan Beli populär machten. Im Bergischen Land war er vorher noch nie. „Ich bin begeistert von der Gegend und der Schönheit der Natur“, sagte der Belgrader im Gespräch mit unserer Redaktion. Gordana Zeitz-Ceko, das Double von Schauspielerin Daliah Lavi, war schon beim Treffen 2017 in der Schloss-Stadt. Heute wohnt sie auf einer Ranch in Kroatien und führt Reisegruppen zu den Original-Drehplätzen.

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Der Kult um die Winnetou-Filme stirbt nicht aus. Auch jüngere Generationen sind Anhänger mit Herz und Seele, wie Jessica Hoffmann aus Stade. Als Winnetou-Darsteller Pierre Brice vor drei Jahren starb, trauerte sie wie um einem nahen Angehörigen. „Er hat jahrelang als Poster in Lebensgröße über meinem Bett gehangen“, erzählte die 40-Jährige, die eine Schauspielschule besucht und auch schon die Originaldrehplätze der Karl-May-Filme in Kroatien besichtigt hat.

Stefan Brückner und sein Fan-Club-Kollege Eduard Niessl hatten das Treffen bewusst im kleinen, privaten Rahmen gehalten, um auch den Schauspielern etwas zu bieten. Am Freitag gab es eine Bergische Kaffeetafel bei Schloss Burg, am Samstag besuchte die Gruppe das Musical „Starlight Express“ in Bochum. Und am Sonntag ging die Reise zu den Karl-May-Festspielen nach Elspe. Dort verteilten die Stars dann auch ihre mitgebrachten Autogrammkarten an die begeisterten Fans. Zwischen den Ausflügen entspannten sich die Gäste im geschichtsträchtigen Haus Hammerstein.