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Hückeswagen: Kampf gegen Schmiererei an Stadtpark-Wand

Hückeswagen : Kampf gegen Schmiererei an Stadtpark-Wand

Jugendfeuerwehr und Jugendzentrum zusammen in Aktion: Jetzt soll eine schützende Versiegelung aufgetragen werden. Der erste Versuch scheiterte.

"Narrenhände beschmieren Tisch und Wände" - so lautet ein Sprichwort. Für öffentliche Wände scheint das besonders zu gelten. Natürlich ist das in der Schloss-Stadt nicht anders. Jüngstes Opfer ist das "Wohnzimmer" an der Bahnhofstraße (die BM berichtete), aber auch die Graffiti-Wand im Stadtpark wirkt nicht nur durch natürliche Verwitterung und Grünspan runtergekommen. Auch besagte Narrenhände haben den Graffiti-Motiven, die vor zwei Jahren von Künstlerin Marlen Krüger mit den Hückeswagener Kindergärten im Rahmen des Stadtparkkonzepts gestaltet wurden, unschöne "Verzierungen" angedeihen lassen.

Mittwochabend rückten einige Jugendliche zusammen mit Jugendzentrumsmitarbeiter Mario Moritz und der Jugendfeuerwehr den Verschmutzungen zu Halse. Es soll eine Versiegelung aufgetragen werden, die zum einen vor der natürlichen Verwitterung schützen, aber auch die Entfernung unerwünschter Schmierereien einfacher machen soll. Moritz war am Morgen schon im Stadtpark gewesen. "Eigentlich wollte ich schon am Vorabend einen Grünspan-Entferner auf die Wände auftragen, damit der gescheit einwirken kann", sagte er. Der Regen war ihm dazwischengekommen. "Ich hoffe, es reicht", sagte er. Ein erster Versuch der Jugendlichen, die Schmierereien und den Grünspan mit Wasser und Bürsten zu entfernen, war gescheitert. Da muss mehr Druck her, dachte sich Moritz. Und die Jugendfeuerwehr hat den auf ihren Schläuchen. Leiter Thomas Lemmen machte aus der Anfrage direkt eine Übung. "Die Jugend trifft sich ohnehin jeden Mittwochabend - wir halten jetzt einfach unsere wöchentliche Übung im Stadtpark ab", sagte er.

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Und so wurden schnell die Schläuche ausgerollt, ein Wagen stand am Teich, der andere an der Bushaltestelle an der Friedrichstraße, von beiden Seiten kamen die jungen Feuerwehrleute mit Schläuchen und Verteilern angelaufen. Ein paar Handgriffe später hieß es schon: "Wasser marsch!" Und aus vier Schläuchen spritzte das Wasser auf die Graffiti-Wände. Wenig später machten sich die Jugendlichen des Jugendzentrums, allen voran zwei Flüchtlinge, die laut Moritz mit Feuereifer schon bei der ersten Reinigungsaktion dabei waren, ans Schrubben der Wände.

"Im nächsten Schritt wird Malermeister Guido Schnitzler die Schutz-Lasur anbringen", sagte Moritz. Und hoffentlich dafür sorgen, dass die Graffiti-Wände erst einmal sauber bleiben.

(wow)