„Just Cash“ spielt im Hückeswagener Kultur-Haus Zach

Kultur-Haus Zach in Hückeswagen : Tribute an eine Legende der Countrymusik

Die Gitarren verschmolzen in diesem unverkennbaren tragenden Country-Blues, mit dem Johnny Cash seit den 1950er-Jahren zur rebellischen Rocklegende wurde. „Man mag gar nicht glauben, dass ein junger Mann von 21 Jahren in einem solch starken Bass singen kann“, wunderte sich am vergangenen Freitagabend Konzertveranstalter Stefan Noppenberger vom Kultur-Haus Zach in der Islandstraße.

Der Saal war fast zu klein für die vielen Countryliebhaber, die sich mit der Tribute-Band „Just Cash“ aus der Rheinisch-Bergischen Region für zwei Stunden in die glamourösen Epochen von Nashville, Tennessee, entführen lassen wollten. Sänger Ben Anhalt überzeugte auf der Bühne mit coolem Selbstbewusstsein und faszinierend reifem Bariton. „Ben ist eigentlich Musikstudent und spielt im Orchester die klassische Klarinette. Aber die Musik von Johnny Cash liegt ihm ein-fach im Blut“, lobte Bassist Thomas Naatz, der „Just Cash“ 2012 zum 80. Geburtstag des Countrystars ins Leben rief, den überzeugend authentischen Auftritt des jüngsten Bandmitglieds.

Die Zuhörer lauschten fast andächtig den berühmtesten Songs von Johnny Cash. Balladen wie „Hurt“ und „Riders in the Sky“ kannten alle, und hier und da verdrückten die Besucher ein paar Tränen der emotionalen Rührung. „Diese persönliche Atmosphäre und Nähe zur Band machen die kleinen Konzerte im Kultur-Haus doch aus“, fand Volker Eller. Er wollte sich das kleine, aber feine Konzert nicht entgehen lassen, „weil ich noch vor Kurzem die verfilmte Biographie von Johnny Cash im Kino gesehen habe und mir seine Musik einfach ans Herz geht.“ Mit diesem Gefühl stand Volker Eller nicht allein. Mit minutenlanger „Standing Ovation“ verabschiedeten die Hückeswagener die vierköpfige Band von der Bühne.

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