Hückeswagen: Junge sind zurück in der "guten alten SPD"

Hückeswagen: Junge sind zurück in der "guten alten SPD"

Die SPD hat wieder einen Kern von jungen Leuten in ihren Reihen. Im April findet die Gründungsversammlung der Jusos statt. Einige von ihnen sind auch im neuen Vorstand vertreten, der auf der Mitgliederversammlung gewählt worden war.

Nach den schweren Wahlniederlagen im zurückliegenden Jahr will sich die SPD in Bund und Land selbst erneuern. Sie will und soll "jünger und weiblicher" werden, wie einige ihrer Spitzenpolitiker es formuliert haben. Der Hückeswagener Ortsverein ist über solche Absichtserklärungen schon hinaus und bei der Umsetzung des Erneuerungsprozesses bereits ein Stück vorangekommen: Zum ersten Mal seit vielen Jahren wird die Traditionspartei ab dem kommenden Monat wieder eine Nachwuchsorganisation, also eine Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialisten (Jusos), haben. Wie bei der Hauptversammlung des Ortsvereins am Donnerstagabend im "Haus Kleineichen" bekannt wurde, wird die offizielle Gründungsversammlung für Samstag, 28. April, einberufen.

Nach den Parteistatuten dürfen Jungsozialisten maximal 34 Jahre alt sein. Der Kern derer, die innerhalb des Ortsvereins die Juso-AG gründen wollen, ist noch einmal deutlich jünger. Schüler und Auszubildende sind darunter, die überwiegend im zurückliegenden Jahr in die SPD eingetreten sind und nun innerhalb der Partei engagiert mitarbeiten wollen, wie sie bei der Mitliederversammlung deutlich machten. Der Ortsvorsitzende Horst Fink begrüßte das ausdrücklich: "Es hat mich wirklich beeindruckt, dass viele so junge Genossen eingetreten sind. Das bringt uns neuen Schwung und eine gute Perspektive für die Zukunft unseres Ortsvereins."

(Etwas) jünger geworden ist die SPD Hückeswagen mit ihren neuen Jungsozialisten - "weiblicher" aber nicht: Wie auch auf Bundes- und Landesebene tut sich die Partei weiterhin schwer damit, Frauen für ihre politische Arbeit zu gewinnen. Dieses Problem teilt sie mit anderen Volksparteien. Bislang sind unter den örtlichen Jusos ausschließlich junge Männer. Sie dominieren die Nachwuchsorganisation auch im gesamten Oberbergischen Kreis. Immerhin ist seit Februar mit der 20-jährigen Studentin Kim Schröter aus Wildbergerhütte aber eine junge Frau Vorsitzende der oberbergischen Jusos.

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Im am Donnerstagabend im "Haus Kleineichen" gewählten neuen Vorstand des Ortsvereins werden die Jungsozialisten gleich vom Start weg ein Mitspracherecht haben: Darius Eckhoff und Tobias Wachs wurden als Beisitzer gewählt, außerdem Sven Schlickowey, der vor Jahren Vorsitzender der Jusos innerhalb der örtlichen SPD war, inzwischen mit 40 Jahren allerdings dem Juso-Alter "entwachsen" ist. Zu weiteren Beisitzern wählte die Versammlung Stephan Mallwitz, Johannes Meier-Frankenfeld und Karsten Schwung.

An der Spitze des Ortsvereins ändert sich wenig: Vorsitzender bleibt Horst Fink, der am Donnerstagabend bei nur einer Gegenstimme im Amt bestätigt wurde. Einen Gegenkandidaten hatte es nicht gegeben. Seine Stellvertreter sind Jürgen Becker und Regine Gembler, beide auch Mitglieder der SPD-Fraktion im Rat der Stadt. Gembler rückt nach für die langjährige stellvertretende Ortsvorsitzende Angelika Weiß, die bei der Hauptversammlung nicht mehr für den Vorstand kandidierte. Für ihre langjährige Arbeit darin dankte ihr Horst Fink mit einem Blumenstrauß. Als Kassierer wurde Hans-Jürgen Neuenfeldt im Amt bestätigt. Zum neuen Schriftführer wählte die Versammlung Detlef Schulz, der für Martin Meine nachrückt.

(bn)
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