Jahreshauptversammlung des Hückeswagener Schützenvereins Nachholbedarf in puncto Feiern

Hückeswagen · Am Rande der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Hückeswagener Schützenvereins blickte Schützen-Chef Stefan Lorse nicht nur zurück, sondern auch auf das diesjährige Schützenfest.

So wurde auf der Schützenkirmes in Hückeswagen gefeiert
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So wurde auf dem Schützenfest und der Kirmes in Hückeswagen gefeiert

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Foto: Jürgen Moll

Es war eine recht unspektakuläre Jahreshauptversammlung, die der Hückeswagener Schützenverein am Freitagabend im Schützenhaus abhielt. Allerdings warf das Event des Jahres bereits jetzt seine Schatten voraus, ein Event, auf das sich die Menschen in der Schloss-Stadt und auch viele aus den umliegenden Städten schon jetzt freuen dürften: das Schützenfest. Die Jahreshauptversammlung war indes auch die Gelegenheit, zurückzublicken. Und dabei war festzustellen, dass das Hückeswagener Schützenfest sich in den zwei Jahren, in denen es nach der Corona-Pandemie wieder stattfinden konnte, zu einem echten Publikumsmagneten entwickelt hatte. Das sah auch Schützen-Vorsitzender Stefan Lorse so. „Ja, das kann ich subjektiv bestätigen – und auch objektiv“, sagte er zufrieden.

Lorse war sich zudem „relativ sicher“, dass das mit einem gewissen Nachholbedarf nach den langen Jahren der Pandemie zu tun hatte. „Ich merke das auch im Tagesgeschäft. Außenveranstaltungen sind wieder sehr gefragt, laufen gut und sind insgesamt sehr positiv“, sagte er. Neben der Kirmes mit ihren Schaubuden, den Fahrgeschäften und dem umfangreichen gastronomischen Angebot war natürlich auch das Musikprogramm im Festzelt dafür wichtig, dass die beiden Schützenfeste 2022 und 2023 ein so großer Erfolg waren. „Die Kirmes und das Zelt, das gehört einfach zusammen“, betonte auch der Schützen-Chef. In beiden Jahren sorgte die Band „Kärnseife“ mit ihrem Cover-Rock-Program für beste Stimmung im Festzelt. „2022 hatten wir dazu noch Achim Petry, den Sohn von Schlager-Star Wolfgang Petry, der natürlich ein großer Name ist. Im Vorjahr war dann Kurt Kokus aus Wipperfürth mit dabei. Auch er wurde super angenommen“, sagte Lorse.

Zwar habe es im Vorjahr „zweimal reingeregnet“, wie Lorse sagte, aber das sei insgesamt zu verschmerzen gewesen. Insgesamt könne er also ein absolut positives Fazit ziehen. Und äußerte natürlich die Hoffnung, dass es auch mit den kommenden Schützenfesten so gut weitergehen würde. „Eine Glaskugel habe ich natürlich nicht, aber ich bin jemand, der so ein bisschen an Trends glaubt. Wenn etwas zwei oder drei Jahre gut läuft, dann nehmen es die Menschen wahr und auch weiterhin an“, sagte Lorse. Am Termin in den Sommerferien wolle man nichts ändern, weil der einfach etabliert sei. „Außerdem glaube ich, dass nach wie vor genug Menschen in den Ferien zu Hause sind und sich über das Schützenfest freuen werden“, ergänzte der Schützen-Chef.

Lutz Annacker, der im Verlauf der Jahreshauptversammlung in seinem Amt als zweiter Platzmeister bestätigt wurde, sagte, dass in Sachen Planung ein altbekanntes Fußball-Motto galt. „Nach dem Spiel, beziehungsweise Fest, ist vor dem Spiel, beziehungsweise Fest“, sagte er lachend. Insofern hatte man schon im August letzten Jahres mit den Planungen für dieses Jahr begonnen. „Damals war es noch nicht sicher, spätestens zum Jahresende war es dann klar: In diesem Jahr können wir wegen der Bauarbeiten auf dem Bahnhofsplatz diesen nicht nutzen. Deswegen werden wir auf die Bahnhofstraße ausweichen. Wir haben wieder den Autoscooter und den großen Überflieger als große Fahrgeschäfte, beide werden auf dem Etapler Platz stehen“, sagte er. Ansonsten werde sich am Kirmes-Programm nicht viel ändern – Schießbude, Entenangeln, Dosenwerfen, dazu viele leckere Gastro-Angebote, etwa die Burgerbraterei des Restaurants „Zum Justhof“ oder ein Crêpes-Stand sowie natürlich Grillwürstchen aller Art werden wieder vertreten sein.

Und auch musikalisch setze man auf Altbewährtes, wie Lorse ergänzte. „Das Freitagsprogramm steht noch nicht final, es wird aber einen DJ geben. Und am Samstag haben wir mit den ‚Stoapfälzer Spitzbuam‘ aus dem Bayerischen Wald auch alte Bekannte verpflichten können, die vor einigen Jahren schon einmal für vorgezogene Oktoberfest-Stimmung im Zelt gesorgt haben“, sagte Lorse. Traditionell werde es am Sonntag keine Musik geben, dafür dann aber wieder am Montagabend zum Krönungsball mit der Gruppe „Let’s Dance“. Lauter gute Aussichten für ein erneut gelungenes Schützenfest in diesem Jahr.

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