Hückeswagen: Jäger wollen Ausbreitung der Schweinepest verhindern

Hückeswagen: Jäger wollen Ausbreitung der Schweinepest verhindern

Jagdgegnern wird die Entscheidung des Landesumweltministeriums nicht gefallen: Um die landesweit große Wildschweinpopulation zu reduzieren und vor allem den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern, hat es die Schonzeit für Wildschweine aufgehoben, die eigentlich vom 15. Januar bis 1. August dauert.

Hückeswagens Jäger haben bereits dem Aufruf des Ministeriums, die Wildschweine verstärkt zu bejagen, aufgegriffen. "Wir waren in den vergangenen Nächten etwa im Bereich der Neye- und Bever-Talsperre unterwegs", berichtete gestern Hegeringsleiter Johannes Meier-Frankenfeld auf Anfrage unserer Redaktion.

Die Jagd sei aber gefährlich, macht er deutlich. So besteht die Möglichkeit, das falsche Muttertier zu erlegen. Die Bachen, deren Frischlinge unter 25 Kilogramm wiegen, dürfen nämlich nicht geschossen werden. "Und wir wollen ja kein Muttertier töten, wenn der Nachwuchs woanders liegt. Dann sterben die Kleinen", betont Meier-Frankenfeld. Die Jäger müssten daher sehr vorsichtig zu Werke gehen. Sie wüssten, welches Tier weniger als 25 Kilogramm wiege: "Dafür muss ein Jäger ein Auge haben." Die Hückeswagener Jäger hätten noch nie so viele Wildschweine geschossen, wie im vergangenen Jagdjahr. Genaue Zahlen hat Meier-Frankenfeld aber noch nicht.

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Ob die Afrikanische Schweinepest auch bis ins Bergische vordringt, kann er derzeit nicht sagen: "Es gibt Jäger, die sagen ja, anderen sagen nein. Wir tun auf jeden Fall alles, um das zu verhindern."

(büba)