Innenstadtumbau - Wipperfürther Marktplatz jetzt komplett gesperrt

Innenstadt-Umbau : Wipperfürther Marktplatz ist gesperrt

Seit 2015 wird das Zentrum von Hückesagens Nachbarstadt umgebaut. Seit einigen Monaten wird am „neuen Gesicht“ des Herzstücks der Hansestadt gearbeitet. Nun muss der Marktplatz gesperrt werden, was so aber nicht geplant war.

Der erste Spatenstich für den Umbau der Innenstadt erfolgte Ende 2014, wenige Monate später begannen die Bauarbeiten, die letztlich mindestens fünf Jahre andauern werden. Über die aktuellen Baustellen in der Wipperfürther Innenstadt informiert Sonja Puschmann von der Öffentlichkeitsarbeit der Hansestadt.

Marktplatz Auf dem Marktplatz werden derzeit die Vorbereitungen für die Pflasterarbeiten erledigt. Die dafür vorgesehene Grauwacke aus Indien, die zu Jahresbeginn für viel Ärger in der Nachbarstadt gesorgt hatte, ist inzwischen eingetroffen. Sonja Puschmann versichert: „Die bisherigen Qualitätskontrollen bestätigen eine sehr gute Qualität der Steine.“

Im Verlauf der bisherigen Arbeiten wurde festgestellt, dass der Untergrund des Marktplatzes noch mit Schlacke belastet ist. „Da dieser Aspekt nach heutigen Maßstäben nicht unbeachtet bleiben darf, wurde deshalb entschieden, vor den Pflasterarbeiten die Tragschicht zu erneuern“, berichtet Sonja Puschmann. Um im vorgegebenen Zeitplan zu bleiben, sei es jedoch unumgänglich, den Marktplatz für die weiteren Arbeiten vollständig zu sperren. Das hat erneut für Verärgerung gesorgt, sollte der Marktplatz doch zumindest in Teilbereichen während der Bauarbeiten zugänglich bleiben. „Diese Entscheidung wurde auch vor dem Hintergrund getroffen, dass die umliegenden Gastronomiebetriebe möglichst bald – idealerweise rechtzeitig zur Sommersaison – Gelegenheit haben sollen, ihre Außengastronomie wieder aufnehmen zu können“, betont die Mitarbeiterin der Öffentlichkeitsarbeit.

Nahe des „Ratskellers“ wurde das künftige Pflaster verlegt. Foto: Stephan Büllesbach

Durch die Sperrung des Marktplatzes entfallen die Parkplätze, die bislang unterhalb der Mauer zur Hochstraße zur Verfügung gestanden hatten. Als vorübergehender Ersatz wurden auf dem Gehweg entlang der Hochstraße, oberhalb des Marktplatzes, vier Stellplätze eingerichtet. Kostenfreie Parkplätze stehen zudem an den Ohler Wiesen, der Gartenstraße, der Wupperstraße, gegenüber der Firma Radium und auf dem Klosterberg zur Verfügung.

Marktstraße Der zweite Bauabschnitt ist weitestgehend fertiggestellt – das Pflaster wurde bis zur Einmündung zum Marktplatz verlegt. Zudem wurden die neuen, geradlinigen Leuchten in Anthrazitgrau, die auch schon an der Unteren Straße stehen, installiert. „In Kürze wird im Mittelteil der Marktstraße der dritte und damit letzte Bauabschnitt für die Marktstraße folgen“, sagt Sonja Puschmann. Dabei soll auch ein neuer Brunnen die Straße optisch aufwerten. Die im sogenannten Ellbogenverband verlegten Pflastersteine kennzeichnen die Mischverkehrsflächen, die von allen Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt genutzt werden können. Sonja Puschmann: „Hier ist zukünftig besondere Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme gefordert.“


Kölner-Tor-Platz Eine Fahrbahn-Hälfte der Gladbacher bzw. Lenneper Straße wurde bereits asphaltiert, über die der Verkehr nun fließt. Mit den Tiefbauarbeiten wurde daraufhin auf die andere Seite vor dem Ärztehaus gewechselt, wo in der Mitte der Fahrbahn im Bereich der Kreuzung eine Überquerungshilfe angelegt wurde, heißt es in einer Pressemitteilung der Wipperfürther Stadtverwaltung. Entlang der Fahrbahn neben dem Kölner-Tor-Platz wurden vier neue Parkplätze angelegt, sechs weitere Stellplätze stehen demnächst an der Lenneper Straße gegenüber dem Ärztehaus zur Verfügung. Davon vier in Form des Blockparkens, wie es auf der Hochstraße praktiziert wird, und zwei auf dem Seitenstreifen vor den Häusern gegenüber der AOK-Geschäftsstelle. Von der Gladbacher Straße kommend kann der Verkehr jetzt wieder auf die Hochstraße einbiegen, um in die Innenstadt zu gelangen.

Zusätzlich zu den Straßenbauarbeiten beginnen mit der Verrohrung des Weinbachs in Kürze weitere Kanalbauarbeiten, die voraussichtlich bis zum Jahresende eine einseitige Sperrung der Fahrbahn erforderlich machen. Eine Baustellenampel wird weiterhin den Verkehr in diesem Bereich regeln.

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