Hückeswagen: In Wiehagen entstehen 40 neue Kita-Plätze

Hückeswagen: In Wiehagen entstehen 40 neue Kita-Plätze

Die Bauarbeiten am Awo-Kindergarten in Wiehagen haben begonnen. Durch die Erweiterung sollen ab August doppelt so viele Kinder wie bisher einen Platz in der Einrichtung an der Blumenstraße erhalten.

Die Kinder des Johanna-Heymann-Kindergartens an der Blumenstraße, direkt neben der Grundschule Wiehagen, bekommen in den nächsten Wochen etwas nicht Alltägliches geboten: Sie können die Bauarbeiten zur Erweiterung des Familienzentrums hautnah mitverfolgen. Wenn sich der große rote Bagger in Bewegung setzt und tonnenweise Erde verschiebt, ist das für die Knirpse besonders spannend. "Sie stehen dann oft am Fenster und schauen zu", berichtet Kindergarten-Leiterin Birgit Humpert.

Bereits Mitte Februar wurde mit den Erdarbeiten für den Erweiterungsbau begonnen. Der Lärmschutzwall wurde eingeebnet, ein Teil des Parkplatzes abgetrennt, und Bäume wurden gefällt, um das Grundstück für den Anbau vorzubereiten. Doch vor einer Woche setzte der Frost ein - fortan ruhte die Baustelle. "Sobald die Erde wieder aufgetaut ist, wird die Firma Korthaus aus Bergneustadt die Arbeit wieder aufnehmen", kündigt Jürgen Gogos, Frühpädagoge und Fachberater für Kinder-Tageseinrichtungen der Arbeiterwohlfahrt (Awo), an.

Weitere Verzögerungen sollte es nicht geben, denn schon am 1. August will die Kindertagesstätte mit vier anstelle der bisher zwei Gruppen starten. 40 neue und zwölf durch in die Schule wechselnde Kinder frei werdende Plätze stehen dann zur Verfügung und sind schon fast alle vergeben. "Daran sieht man, dass Bedarf besteht", sagt Gogos. Die Initiative zum Erweiterungsbau sei vom Kreisjugendamt, als Partner der Arbeiterwohlfahrt, ausgegangen. "Es wurde übergeordnet festgestellt, dass es gerade in Wiehagen zu wenige Plätze für die über dreijährigen Kinder gibt. Damit steuern wir auf ein Problem zu, auf das man reagieren muss", sagt der Fachberater. Die Awo habe Konditionen geprüft und Landesmittel zur Finanzierung beantrag.

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Etwa 270 Quadratmeter mehr Nutzfläche gewinnt der Kindergarten mit dem Anbau hinzu. Auch das Außengelände wird Richtung Wald erweitert und der Lärmschutzwall um einige Meter weiter nach hinten versetzt. Leiterin Birgit Humpert hat derzeit alle Hände voll zu tun, um die Gespräche mit den Eltern der 52 neuen Mädchen und Jungen zu führen und die Aufnahmeanträge zu bearbeiten. Demnächst folgt die Suche nach neuen Mitarbeitern -etwa sechs neue Arbeitsplätze werden entstehen. Über einen Bewerbermangel macht sich die Kita-Leiterin keine Sorgen. "Es sind schon erste Initiativbewerbungen eingegangen", berichtet sie. Gogos ist ebenfalls optimistisch: "Der Fachkräftemangel trifft uns hier im Oberbergischen noch nicht so sehr." Große Beeinträchtigungen im laufenden Betrieb erwarten die Erzieher nicht. "Lärm lässt sich zwar nicht vermeiden", sagt Birgit Humpert, beim Anbau des Schlafraums für die U3-Kinder sei es aber auch alles problemlos abgelaufen. Zudem wird der Durchbruch zum Anbau durch die Büros und nicht durch die Räume der Bestandsgruppen führen.

Im August sollen die Bauarbeiten samt Inneneinrichtung fertiggestellt sein. "Sollte das nicht klappen, haben wir einen Plan B", versichert Gogos. In diesem Fall soll der Anfang gestaffelt ablaufen, so dass nicht gleich mit allen neuen Kindern gestartet wird. Zudem könne man vorübergehend in die Turnhalle ausweichen. "Die Eltern sind da sehr einsichtig und verständnisvoll", hat Birgit Humpert festgestellt. Eltern, die Not haben, bekämen aber auf jeden Fall einen Platz für ihr Kind.

Das Kita-Team freut sich auf den Anbau ebenso wie die Kinder auf die Beobachtung der Bauarbeiten. "Das wird auf jeden Fall ein spannendes Jahr für uns", ist sich die Kindergarten-Leiterin sicher.

(RP)