In Hückeswagen rocken die Besucher in der Scheune

Hückeswagen rockt : „Rock in der Scheune“ sammelt Geld für Flüchtlinge

Vier Bands rockten für einen guten Zweck. Neben der Hückeswagener Hausband „Big Stroke“ spielten die Bands „Illusive“ aus Wermelskirchen, „Killing Kate“ aus Wuppertal und „Audiorebel“ aus Solingen

(wow) Bestens besucht war die diesjährige Ausgabe von „Rock in der Scheune“, traditionell vom Hückeswagener CVJM in Funkenhausen organisiert. Vier Bands rockten bei wunderbarem Sommerwetter für einen guten Zweck. Neben der Hückeswagener Hausband „Big Stroke“ spielten die Bands „Illusive“ aus Wermelskirchen, „Killing Kate“ aus Wuppertal und „Audiorebel“ aus Solingen und sorgten Samstagabend mit ihrer leidenschaftlichen Performance für gute Laune unter den vielen Besuchern aus Hückeswagen und der Umgebung. Die Autos der Besucher säumten beide Seiten des Zufahrtswegs nach Funkenhausen bis oben zum Wäldchen - und auch der eigens abgezäunte Parkplatz war voll, so dass sich die Organisatoren über eine entsprechend gute Besucherzahl freuten.

Bei „Rock in der Scheune“ ging es auch in diesem Jahr neben der Musik darum, Spenden für einen guten Zweck zu sammeln. „Alle Erlöse aus Getränke- und Essensverkauf sowie das Geld aus den T-Shirts-Verkäufen von ‚Illusive’ und ‚Big Stroke’ fließen in die Spendensumme ein“, sagte Moderator Martin Schübel, der gutgelaunt die Bands ansagte. Schübel stand mit seiner Band „Death Valley“ selbst schon einmal auf der Scheunen-Bühne und ist zudem mit dem CVJM freundschaftlich verbunden. „Im Vorjahr wurde Geld für die Ehrenamtsinitiative Weitblick gesammelt, damals sind 200 Euro zusammengekommen“, sagte Schübel.

In diesem Jahr sind die Begünstigten hingegen etwas weiter von der Schloss-Stadt entfernt. Genauer gesagt in der Türkei im Grenzgebiet zum vom Bürgerkrieg gebeutelten Syrien. „Dort unterstützen wir die Salam-Schule, die geflüchtete Syrer unterrichtet. Es ist nötig, Lehrkräfte zu finden, die sowohl türkisch als auch syrisch sprechen. Denn die Geflüchteten stehen oftmals kurz vor der Illegalität, wenn sie nicht irgendwie aufgefangen werden“, sagte Schübel. Es drohe eine komplett verlorene Generation, wenn nicht entsprechend gehandelt werde. „Wir hoffen, dass wir wieder einen dreistelligen Betrag zusammen bekommen“, sagte Schübel.

Zumindest an der musikalischen Darbietung sollte dieses Vorhaben nicht scheitern. Die Bands waren gut gelaunt und spielten ihre Musik laut und mit viel Elan in den sommerlichen Abend. Dabei waren vor allem Alternative Rock, aber auch souliger Rap-Rock. Und für den optischen Hingucker sorgten die aufblasbaren „Big-Stroke“-Gummigitarren, an denen Teile des Publikums hingebungsvoll dem Luftgitarrenspiel nachgingen. Die Stimmung war bestens – und bei Grillwurst und Bier machte das Sammeln von Spendengeld am meisten Spaß.

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