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In Hückeswagen feierten „Die Hitsköpfe“ bei bestem Wetter ein Schlager-Fest

Hückeswagen Live : Eine Schlager-Nacht zum Abschluss

Trotz einer Konzertabsage sind die Veranstalter mit der 13. Auflage der Open-Air-Konzerte „Hückeswagen Live“ zufrieden. Die Siegener Band „Die Hitsköpfe“ feierte am Schloss bei schönstem Sommerwetter ein musikalisches Fest.

Es war schon ein wenig später am Freitagabend, als „Die Hitsköpfe“ aus Siegen einen Block Kölscher Lieder in ihren Schlagerset gepackt hatten. Da war ein kleines Mädchen von vielleicht vier Jahren nicht mehr zu halten. Die Kleine mit dem großen, roten Gehörschutz auf den Ohren wurde von Papa und Mama in die Luft gewirbelt und zeigte zu den Tönen von „Leev Marie“ von den Paveiern oder „Hey Kölle du bes e Jeföhl“ von den Höhnern, dass aus ihr später einmal ein richtig talentiertes Funkemarieche werden kann.

Diese Szene war symptomatisch für den letzten Abend der beliebten Open-Air-Reihe Hückeswagen Live, die in diesem August bereits zum 13. Mal Live-Musik vor Hückeswagens schönster Kulisse bot. Die Stimmung war dem sommerlichen Wetter angemessen bestens, überall wurde zu den Schlager-Klängen geschunkelt. Und erstaunlich viele Pärchen übten sich zu Lieder wie „Michaela“ von Bata Illic oder „Anita“ von Costa Cordalis im Disko-Fox.

Die sehr gut eingespielte Band hatte ihr Publikum bestens im Griff. Dabei unterteilte sie ihren Set in drei jeweils etwa einstündige Teile und brachte vor allem mit der für Hückeswagen Live ungewohnten musikalischen Ausrichtung eine neue und gerne gehörte Abwechslung vor das Schloss. Das Sextett präsentierte die Gassenhauer des Schlagers der 1970er-Jahre gleich im Dutzend: „Theo, wir fahr’n nach Lodz“ von Vicky Leandros, „Im Wagen vor mir“ von Henry Valentino & Uschi, „Ein Bett im Kornfeld“ von Jürgen Drews oder „Tür an Tür mit Alice“ von Howard Carpendale hießen nur einige der Lieder, die beim feierwilligen Hückeswagener Publikum bestens ankamen. Da wurde nicht nur fleißig getanzt, sondern die allseits bekannten Refrains auch lautstark mitgesungen.

Entsprechend zufrieden zeigte sich auch Julia Horstmann, Projektassistentin der veranstaltenden „agentur57“ aus Siegen. Der Auftakt mit der „JoJo Weber Band“ sei zwar noch recht verregnet gewesen – was die Hückeswagener indes nicht vom Feiern abgehalten hatte – und der zweite Termin habe wegen einer Unwetterwarnung abgesagt werden müssen. „Danach ist es aber immer besser geworden, und heute ist der optimale Abschluss mit einer Schlager-Band. Das hatten wir noch nicht, aber es kommt bei den Leuten offensichtlich sehr gut an“, sagte Julia Horstmann.

Anhand der verkauften Becher könne sie von insgesamt etwa 1700 Besuchern an den drei Abenden ausgehen. „Das ist sehr ordentlich und freut uns“, sagte die Agenturmitarbeiterin. Da war es nicht verwunderlich, dass sie schon jetzt ankündigte, dass es von Seiten der Agentur auch im kommenden August wieder weitergehen werde. „Natürlich steht und fällt das mit den Sponsoren, aber ich hoffe, dass sie uns treu bleiben“, sagte Julia Horstmann. Auch Kevin Zrock vom SC Heide ist zufrieden. Er und seine Vereinskollegen durften erstmals das Catering für die Abende übernehmen. „Das ist zwar schon viel Aufwand, aber für die drei Abende hat es sich insgesamt schon sehr gelohnt“, sagte Zrock. Dumm sei nur die Absage des „UnArt“-Konzerts gewesen, da der Verein natürlich Würstchen, Steaks und Pommes für den Abend eingekauft hätten. Aber es passte zur unkomplizierten Art und Weise der Heider, dass sie aus der Not eine Tugend gemacht hatten. „Wir haben dann eben die Sachen zum Sportplatz rübergebracht und dann dort eine spontane Grillparty veranstaltet“, sagte Zrock.