Kreuzkirche Hückeswagen Christen feiern gemeinsam Gottesdienst

Hückeswagen · Musikalisch und berührend war der Gottesdienst am Freitagabend in der Kreuzkirche, an dem fünf Hückeswagener Gemeinden sich beteiligten.

 Diakon Burkhard Wittwer von der Katholischen Kirchengemeinde bei seiner Begrüßung.

Diakon Burkhard Wittwer von der Katholischen Kirchengemeinde bei seiner Begrüßung.

Foto: Moll, Jürgen (jumo)

Es war ein schöner Anblick und Klang in der Kreuzkirche an der Montanusstraße, als am Freitagabend rund 50 Mitglieder aus fünf verschiedenen Gemeinden einen musikalischen, ökumenischen Gottesdienst feierten. Diakon Burkhard Wittwer von der Katholischen Kirchengemeinde fasste die christliche Stunde mit bewegenden Worten zusammen: „Ich bin erfüllt von so einem Miteinander. Da ist mir um die Zukunft der Kirche gar nicht bange.“ Diese Meinung teilten die Christen, die gemeinsam Lieder sangen, beteten und Fürbitten sprachen.

Zweimal im Jahr laden die örtlichen Gemeinden zu einem ökumenischen Gottesdienst ein – immer in einem anderen Gotteshaus. „Wir sind hier zusammen in Jesu Namen“ war das Thema des Gottesdienstes. Neben den Christen der Römisch-katholischen Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt, der Freien Evangelischen Gemeinde Lindenberg, der Evangelisch freikirchlichen Gemeinde Kreuzkirche (Baptisten) und der Evangelischen Kirchengemeinde Hückeswagen beteiligten sich erstmals auch die Neuapostolische Gemeinde an diesem Gottesdienst.

Carsten Waßmuth, ehrenamtlicher, neuapostolischer Priester, sprach mit seiner Fürbitte den Christen aus der Seele: „Vielen Menschen ist die Sprache der Kirche fremd geworden, so dass sie die Botschaft des Evangeliums nicht verstehen. Hilf uns, dein Wort für jeden verständlich zu verkünden.“

Das geschah beim Gottesdienst in Form vieler schöner und bewegender Lieder, die den meisten Gemeinden bekannt waren. „Sonne der Gerechtigkeit“, „Leben aus der Quelle“ und „Gut, dass wir einander haben“ zählten zu den ausgewählten Lobgesängen. Instrumental und stimmlich begleitet wurde der Gottesdienst von den jungen Gemeindemitgliedern Linda Günther, Judith Heyer, Simon Kepper und Bastian Fürstenau.

Auch Pastor Holger Heiden als kirchlicher Gastgeber setzte sich ans Klavier. Seine Predigt hielt er in Form eines „Meditativen Impulses“. Er forderte die Anwesenden dazu auf, Neues zu wagen. „Leben wird immer vorwärts gelebt“, sagte der Pastor der Kreuzkirche. Dazu gehörte es auch, sich auf neue Lieder einzulassen. „Es gibt so schöne lebhafte Musik im 3/4- oder 7/8-Takt, bei der das Herz höher schlägt“, fügte er hinzu.

Klaus-Peter Suder von der Evangelischen Kirchengemeinde sprach das „Gebet eines Unmusikalischen“. Die Gottesdienstbesucher waren durchweg bewegt von dieser christlichen Gemeinschaftsfeier. „Es ist toll, wenn Leute aus verschiedenen Gemeinden zusammenkommen. Das verbindet“, sagte Beate Fabig. „Das miteinander Singen ist sehr befreiend“, meinte auch Ursula Klein. Und Gardy Meine fügte hinzu: „Der Gottesdienst hat mich so angerührt, dass ich jetzt gut beflügelt in die Gemeinderatssitzung gehe.“

Die festliche Stimmung spürten auch die Pastoren und Priester. „Wenn die Atmosphäre einmal stimmt, kann man den Geist spüren“, sagte Diakon Burkhard Wittwer. Hückeswagen ist vielfältig mit den vielen kleinen und großen Kirchengemeinden. Die Zukunft sieht Wittwer positiv, aber verändert: „Wir müssen Abschied nehmen von den großen Massen. Die Zukunft sind die kleinen Gruppen von Christen, die den Glauben verdichten und nicht nach der Konfession schauen“, sagte er im Anschluss an den Gottesdienst.

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