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Imkerverein 1918 Hückeswagen feiert sein 100-Jähriges

Imkerverein 1918 Hückeswagen : Bienenfreunde feiern 100-Jähriges mit Sommerfest in Niederlangenberg

Der deutlich ältere der beiden Hückeswagener Imkervereine, der Imkerverein 1918, feierte am Wochenende sein 100-jähriges Bestehen mit dem „Tag der Bienenbeute“.

Jetzt, im Juli, neigt sich die Schwarmzeit der Bienen langsam ihrem Ende zu. So war der Samstag der perfekte Zeitpunkt für den Imkerverein 1918, sein Sommerfest auf dem Lehrbienenstand in Niederlangenberg nahe der Bever-Talsperre zu feiern. Nicht nur die Bienen der sechs vereinseigenen Völker flogen putzmunter durch die warme Sommerluft, auch viele Besucher nutzten ab dem frühen Nachmittag die Gelegenheit, sich über die wichtigen Insekten zu informieren.

Die Imker hatten sich einiges einfallen lassen, um auf sich und ihr Hobby aufmerksam zu machen. So boten etwa Ralph Herbertz oder Rolf Ventur kleine Führungen an, um zu zeigen, was der Imker mit den fleißigen Insekten alles machen muss, damit am Ende der Honig auf dem Frühstückstisch stehen kann. Adrian aus Hückeswagen ließ sich von Ventur die Aufgaben des Imkers genau erklären ließ. Dieser zeigte dem Elfjährigen etwa einen Gänseflügel. „Damit hat man früher die Bienen von den Waben weggewischt, damit man daran arbeiten konnte“, erläuterte Ventur, der seinen vier Enkelkindern bereits das Imkern nähergebracht hat. Heutzutage mache man das mit einem Besen. „Der ist leichter zu benutzen und außerdem sauberer in der Handhabung“, betonte der Imker. Dann hielt Ventur eine Art Blasebalg hoch. „Da kommt der Rauch raus“, wusster Adria. „Den benutzt man, damit die Bienen einen nicht stechen.“

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Denn dann ging er mit Ventur zu den Bienenstöcken hinüber. „Da haben wir extra ein Flatterband zur Absperrung angebracht. Denn guck mal“, sagte Ventur und deutete auf die summenden Bienen, „da schwirren die Wächterbienen herum. Wenn die glauben, dass einer näherkommt, der da nichts verloren hat, dann stechen die schneller als man gucken kann.“

Wer das Imkern über längere Zeit kennenlernen wolle, könne das übrigens auch in Niederlangenberg machen, berichtete der Vorsitzende des Imkervereins, Klaus Müller. „Wir bieten Interessierten einen kostenfreien einjährigen Schnupperkursus an.“ Ralph Herbertz ergänzte: „Da kann man über einen doch etwas längeren Zeitraum unter Betreuung erfahrener Imker ausprobieren, ob die Imkerei etwas für einen ist.“