Hückeswagen: Im Kinderdorf werden Herzenswünsche erfüllt

Hückeswagen: Im Kinderdorf werden Herzenswünsche erfüllt

Die Freunde und Förderer der städtischen Jugendpflege wollen im Sommer Kinder glücklich machen.

Das integrative Ferien-Erlebnisprojekt "Kinderdorf" in der zweiten und dritten Woche der Sommerferien (23. Juli bis 3. August) gibt es nicht nur zum fünften Mal, es hat auch einige Neuigkeiten zu bieten. "Es wird zwei neue Werkstätten geben", kündigt Stadtjugendpflegerin und Jugendzentrumsleiterin Andrea Poranzke an. Zu den bisher 24 Werkstätten kommen in der Zeit vom 23. Juli bis 3. August noch eine Filz- und eine Programmier-Werkstatt hinzu.

Etwas ganz Besonderes haben sich jedoch die Freunde und Förderer der städtischen Jugendpflege Hückeswagen einfallen lassen: Der Förderverein wird 20 Teilnehmern des Kinderdorfs je einen Herzenswunsch erfüllen. Dazu werden Förderverein-Mitglieder einmal pro Woche das Kinderdorf besuchen und ihre "Wunschbox" mitbringen. Die Kinder haben dann die Gelegenheit, ihre Zettel mit den Herzenswünschen dort hinein zu werfen.

"Es geht hierbei nicht um ein neues Handy oder einen Urlaub", erläutert Andrea Poranzke. Realisierbare Wünsche seien zum Beispiel der Besuch eines Fußballstadions oder eine Kanutour. "Aber wir lassen uns überraschen, was kommt", fügt die Stadtjugendpflegerin hinzu. Die Zettel werden gesammelt, gesichtet und auf Umsetzbarkeit geprüft. Am letzten Tag der zweiwöchigen Kinderdorf-Aktion sollen dann 20 Zettel öffentlich gezogen und die Herzenswünsche der Kinder erfüllt werden.

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Ähnliche Wunschaktionen gab es schon zur Adventszeit mit dem Weihnachtswunschbaum von Caritas, Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen und AOK. In den Sparkassenfilialen konnten die Kunden die Wunschzettel der Kinder aus finanziell schwachen Familien vom Baum nehmen, das gewünschte Geschenk besorgen und wieder zur Sparkasse bringen. Rund 120 Wünsche wurden so in Radevormwald und Hückeswagen erfüllt.

Der Förderverein für die Jugendarbeit in der Schloss-Stadt unter dem Vorsitz von Roswita Malecha greift diese Idee nun auf. Sie wird bei 20 Kindern sehr wahrscheinlich für jede Menge Glücksgefühle sorgen. "Ich finde die Idee toll", versichert Stadtjugendpflegerin Andrea Poranzke. Seit der Gründung des Fördervereins im Jahr 1999 unterstützt er unter anderem das Jugendzentrum in ideeller und materieller Weise. Einnahmequellen sind neben den Mitgliedsbeiträgen auch Spenden, Zuwendungen aus Stiftungen und Geld aus projektbezogenen Aktionen.

(heka)