1. NRW
  2. Städte
  3. Hückeswagen

Hückeswagen: Illegale Segeltour im Januar kostet fast 12.500 Euro

Hückeswagen : Illegale Segeltour im Januar kostet fast 12.500 Euro

Das wird teuer für die beiden jungen Männer aus Langenfeld und Monheim, die am Nachmittag des 10. Januar auf die Idee gekommen waren, trotz des angekündigten Sturmtiefs auf der Bever-Talsperre zu segeln. Schnell hatte das Duo Probleme bekommen, das Boot wurde manövrierunfähig, und nur mit letzter Kraft konnten sich die beiden ans Ufer retten.

Das Boot, das sie von einem Bootssteg gelöst hatten, ließen sie im Wasser treibend zurück. Für den anschließend Großeinsatz von Feuerwehr, DLRG, Polizei und Rettungssanitätern stellt die Stadt Hückeswagen ihnen jetzt eine Rechnung von fast 12.500 Euro aus. Das teilte Roland Kissau vom Ordnungsamt auf Anfrage der BM mit.

Das Problem: Die beiden Hobby-Segler hätten gar nicht mit dem Boot auf die Talsperre fahren dürfen. Nicht wegen des aufziehenden Sturms, sondern weil das Segeln zwischen Ende Oktober und Mitte März nicht erlaubt ist. Spaziergänger hatten mittags drauf das Boot und angeblich auch eine Person in der Bever treiben sehen. Daraufhin startete eine große Suchaktion. Erst nach mehr als fünf Stunden stellte sich heraus, dass das Boot bereits tags zuvor gekentert und niemand mehr in Gefahr war.

Das Duo hat nun von Kissau einen Anhörungsbogen mit Gebührenbescheid und sämtlichen Kosten erhalten. Bis Ende dieser Woche hat er den jungen Männern vom Rhein eine Frist gesetzt; bis dahin müssen sie sich äußern, ob und wie sie das Geld bezahlen wollen. Eine Ratenzahlung hat die Stadt ihnen in Aussicht gestellt.

  • Hückeswagen : Bever-Talsperre: Suche nach vermisstem Segler
  • Hückeswagen : Segeln im Januar ist strengstens verboten
  • Kommentar : Grob fahrlässig, ohne Rücksicht

"Sie haben eingesehen, Mist gebaut zu haben. Aber begeistert sind sie nicht, die Gesamtsumme zu bezahlen", sagte Kissau. Sie argumentieren, es habe keine Gefahr bestanden, und außerdem sei das ein Fehlalarm gewesen. Sollten sie dennoch nicht zahlen wollen, muss wohl das Verwaltungsgericht Köln darüber entscheiden.

(büba)