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IHK Köln fordert sofortige Corona-Hilfe für betroffene Unternehmen

Corona-Krise : IHK fordert sofortige Corona-Hilfe für betroffene Unternehmen

Viele Branchen, wie Gastronomie und Handel, seien schon zu lange vom Lockdown betroffen, kritisiert die Spitze der IHK Köln, die auch für das Bergische zuständig ist. Sie appelliert daher an die Politik: „Die Betriebe brauchen eine Perspektive.“

Für Frank Hemig, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Köln, die auch für die Unternehmen im Bergischen zuständig ist, war klar, dass der Lockdown aufgrund der weiterhin hohen Infektionszahlen verlängert wird. „Angesichts der Lage in den von den Einschränkungen betroffenen Betrieben müssen die Entscheidungsträger aber unbedingt den fehlenden Erfolg der bisherigen Strategie analysieren und Alternativen prüfen“, betont er.

Freizeiteinrichtungen und die Gastronomie seien mittlerweile seit mehr als zwei Monaten geschlossen, viele Einzelhändler hätten die heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts wegen der kurzfristigen Verschärfung des Lockdowns verpasst. Hemig  befürchtet: „Wenn weite Teile der Wirtschaft noch wochen- oder monatelang zum Nichtstun verurteilt sind, zieht das Schäden in historischem Ausmaß nach sich.“

Gerade im Hinblick auf die Verlängerung des Lockdowns sei es daher sehr problematisch, dass die zugesagten Hilfen bei zahlreichen betroffenen Betrieben bisher nicht angekommen sind, betont IHK-Präsidentin Nicole Grünewald: „Unsere Mitgliedsunternehmen können selbst nicht wirtschaften. Die Hilfen müssen nicht nur unbürokratisch beantragt werden können, sondern vor allem bei den Unternehmen jetzt auch schnell ankommen.“ Spätestens mit der Verlängerung des Lockdowns sei es auch nicht mehr nachvollziehbar, dass der Einzelhandel im Gegensatz zur Gastronomie keine Teilerstattung des Umsatzausfalls im Sinne der „Dezemberhilfe“ erhalten soll. „Hier muss schnell zugunsten des Einzelhandels nachgebessert werden“, fordert die IHK-Präsidentin. Zudem müsste  die Politik neben der Bereitstellung von Hilfen  auch den betroffenen Betrieben  Perspektiven aufzeigen und baldmöglichst die Wiedereröffnung von Geschäften, Gastronomiebetrieben und Kultureinrichtungen unter angemessenen Hygienevoraussetzungen ermöglichen.

Mit Blick auf die Schließung von Kindergärten und Schulen appelliert Nicole Grünewald daran, die Belange der Unternehmen zu berücksichtigen. Es gebe auch in der Pandemie viele Unternehmen, bei denen Homeoffice für viele Beschäftigte nicht möglich sei, zum Beispiel im produzierenden Gewerbe. „Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Betrieben muss zumindest eine Notbetreuung sichergestellt werden“, fordert sie.

(büba)