Hückeswagen: Igitt – Blaualgen in der Wupper-Talsperre

Hückeswagen : Igitt – Blaualgen in der Wupper-Talsperre

Sonnig und heiß soll's werden am Wochenende. Wer das nutzen will, um endlich mal wieder ins Wasser zu gehen, sollte sich auf die Bever konzentrieren: Die Wasserqualität dort wurde an allen vier ausgewiesenen Badestellen auch nach den jüngsten Labor-Analysen vom Kreis mit dem Prädikat "ausgezeichnet" versehen.

Anders sieht das an der Lingese-Talsperre in Marienheide aus: Für die Badestelle "Linge" ist in dieser Woche ein amtliches Badeverbot ausgesprochen worden. Auch in der Wupper-Talsperre sollte vorerst nicht geschwommen werden. Offizielles Badegewässer ist sie allerdings ohnehin nicht, Schwimmer werden aber geduldet.

In großen Mengen gefährlich

Blaualgen sind der Grund für das Badeverbot in Teilen der Lingese und für die Warnmeldung zur Wupper-Talsperre. Das sind Bakterien — und ein natürliches Phänomen in Gewässern. Problematisch und für die Gesundheit bedrohlich ist es, wenn Blaualgen in großen Mengen auftreten. Und das ist aktuell in einigen Bereichen der Lingese- und der Wupper-Talsperre der Fall. Wie aus einer gemeinsamen Pressemitteilung des Wupperverbandes und des Oberbergischen Kreises hervorgeht, haben das trockene, warme Frühjahr und der niedrige Wasserstand in den Talsperren zu der stark vermehrten Algenbildung geführt.

Sie ist auch für den Laien erkennbar an der blau-grünen Färbung des Wassers. Die Sichttiefe im Wasser ist beeinträchtigt. Bei hoher Konzentration der Blaualgen können unter anderem allergische Reaktionen, Hautreizungen oder Ohrenschmerzen, bei Verschlucken des Wassers auch Übelkeit, Durchfall und Erbrechen auftreten. Besonders Kleinkinder und sehr empfindliche Menschen sollten den Kontakt mit Blaualgen meiden.

Die Bever bleibt erste Wahl

"Das Limnologische Labor des Wupperverbandes und das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises in Gummersbach werden die Entwicklung der Blaualgen in den Talsperren weiter beobachten", kündigen Kreis und Verband an. Bis dahin bleibt die Bever das Badegewässer erster Wahl in der heimischen Region.

Die vier offiziellen Badestellen liegen an der "Zornigen Ameise", an den Campingplätzen I und II und in Käfernberg. Dort lässt der Oberbergische Kreis im Sommerhalbjahr regelmäßig Wasserproben entnehmen, die auf bakterielle Belastung und Keime überprüft werden — bisher ohne Beanstandung.

(RP/rl)
Mehr von RP ONLINE