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Idee Hückeswagener Bürger: Keine Autos am Bahnhofsplatz

Idee zur Stadtentwicklung Hückeswagen : Keine Autos am Bahnhofsplatz

Hintergrund der vier Aktionen, die vom Bü­ro Stadt- und Re­gio­nal­pla­nung Dr. Jan­sen aus Köln mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung angeboten werden, ist es, mit den Bürgern die Orte der Innenstadt genauer zu betrachten.

Auch zur zweiten Raumerlebnisaktion in Vorbereitung für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) waren 15 Hückeswagener zum Bahnhofsplatz gekommen. Hintergrund der vier Aktionen, die vom Bü­ro Stadt- und Re­gio­nal­pla­nung Dr. Jan­sen aus Köln mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung angeboten werden, ist es, mit den Bürgern die Orte der Innenstadt genauer zu betrachten. Für diese Bereiche wurde beim Ideenwochenende im März besonderer Bedarf festgestellt. „Wir wollen das als Planungsbüro nicht im stillen Kämmerlein machen, sondern in den Dialog mit den Bürgern kommen“, sagte Stephanie Kemper von Planungsbüro. Am Montag standen Bahnhofstraße und Bahnhofsplatz im Mittelpunkt. Verkehr und Gestaltung der beiden Plätze seien die Hauptpunkte gewesen, die von Bürgern im März angemerkt wurden. „Das wollen wir vertiefen. Wir bitten Sie nun, sich alleine oder in der Gruppe auf die Atmosphäre der Straße und des Platzes einzulassen und nachzufühlen, was Sie hier gut finden, was in Ordnung ist und was verbesserungswürdig“, sagte Kemper. Im Anschluss gingen die Teilnehmer zum Heimatmuseum, um dort die Ideen zusammenzutragen, die in das Konzept einfließen sollen.

Die Bürger waren nur zum Teil Anwohner oder im Einzelhandel und der Gastronomie tätig. So etwa Andrea Leidenberger, die in der Postfiliale am Bahnhofsplatz arbeitet. „Ich finde den Platz an sich nicht schlecht – es gibt schon ein gutes gastronomisches Dreieck mit Miko’s Restaurant, der Eisdiele und der Pizzeria. Die Parkplätze müssten allerdings nicht unbedingt hier sein. Mir würde ein Kurzzeitparkplatz vor der Postfiliale reichen.“ Das Thema parkende Autos war weit verbreitet. So auch bei Margareta Coenen von der CDU, die wie einige andere Vertreter der Lokalpolitik ebenfalls gekommen war. „Man könnte das hier schon schöner gestalten, die Autos müssten nicht hier sein. Vielleicht könnte man hier dann den Wochenmarkt etablieren. Dazu noch ein paar mehr Pflanzen – und eine Weinbar als Ergänzung“, zählte Coenen auf.

Das sah auch Alfons Herweg so, der sich „mehr Grün, mehr Platz für Familien und Kinder und mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder“ wünschte. „Für mich ist es immer wichtig, dass ich auch was fürs Auge habe – daher sollten die Autos hier nicht parken dürfen“, sagte er. Eine zufällig vorbeikommende Passantin schaltete sich ein: „Ja, das ist richtig, hier sollten keine Autos sein dürfen. Das macht keinen Spaß, wenn man hier mit den Enkeln beim Eisessen ist und man ständig auf die Autos aufpassen muss.“ Eine Komplettsperrung für Autos sieht Andrea Leidenberger kritisch: „Die Lkw für die Anlieferung bei Rewe und Aldi müssen ja irgendwie zu den Lagern der Supermärkte kommen.“ Das ISEK sei auf jeden Fall eine spannende Sache. „Ich bin ziemlich gespannt, was bei der Umsetzung für die Stadt letztendlich rumkommt.“

Nächster Termin: heute, Mittwoch, 17 Uhr, Wupperauen.

(wow)