Hüttenzauber und Einzelhandel gehören in Hückeswagen zusammen

ansichtssache : Hüttenzauber und Einzelhandel gehören zusammen

Es war eine ruhige Woche in Hückeswagen. Mal mehr gute als schlechte Nachrichten. Es gibt einen neuen Stadtmarketingvorstand, eine tolle Aktion bei der Montanusschule wird fortgesetzt, und auch für Senioren wird was getan.

Wohin führt der Weg des Stadtmarketings in Hückeswagen? Ein neuer Vorstand wurde jetzt gewählt. Wird er das Ruder komplett herumreißen und einen neuen Weg einschlagen? Wohl kaum. Neue Besen kehren sicherlich gut. Und neue Ideen sind willkommen. Das ist richtig. Aber in dieser Stadt zählt das Ehrenamt. Auch der Vorstand des Stadtmarketingvereins agiert ehrenamtlich. Da sind kleine Schritte angesagt. Der geplante Ideenpool ist gut. Aber für alle Ideen braucht mach Unterstützer, eben einfach Leute, die mit anpacken. Daher heißt es, das Bestehende zu bewahren.

Da sind wir schon beim Hüttenzauber. Die heimelige Atmosphäre bringt die Menschen in die Stadt. Wenn‘s dann noch weiß ist ... dann möchte man eigentlich nicht nach Hause. Jene Nörgler, die im vorigen Jahr nach dem starken Schneefall rummoserten, sollten die Aktiven und Engagierten einfach ignorieren. Es war ein tolles Wochenende. Und ein solches wünschen sich alle wieder. Basta.

Udo Teifel Foto: Moll/Moll, Jürgen (jumo)

Natürlich wäre ein Hüttenzauber vor der Schloss-Kulisse das i-Tüpfelchen. Vielleicht sogar traumhaft. Gehören aber nicht Hüttenzauber und Einzelhandel eng zusammen? Könnte der Handel darauf verzichten? Nein. Der Hüttenzauber zieht die Menschen in die Stadt. Man bummelt, man trifft sich, man geht shoppen. Deshalb sollte auch nicht probeweise dieser Schritt gegangen werden. Geöffnete Geschäfte ohne Trubel auf der Straße? Unvorstellbar.

  • Lesebuch : Bergische Landschaft in leichter Sprache

Hückeswagen zeigt einmal mehr, dass diese Kleinstadt vom Ehrenamt lebt. Margareta Coenen setzt auf „Unruheständler“, die ihrem Aufruf folgen und die Aktion „Hückeswagener Helferlein“ unterstützen. Senioren helfen Senioren ist die einfache Marschrichtung. Sie kann dazu beitragen, dass Vereinsamte aus ihrer  Isolation geholt werden. Das allein ist schon lobenswert. Zumal unsere Gesellschaft immer älter wird. Aufeinander zugehen sollte zur Normalität werden, um den Älteren einen lebenswerten Herbst zu ermöglichen.

Wenn man hört, dass die Montanusschule eine Rad AG gegründet hat, scheint das im ersten Moment nichts Besonderes zu sein. Doch es ist mehr als nur eine Arbeitsgemeinschaft. Hier werden Schüler fit gemacht - durch soziales Lernen und durch Sport. Unterstützt durch den Kooperationspartner AOK. 133 weiterführende Schulen könnten Geld in Oberberg, Rhein-Berg und Leverkusen für Projekte bekommen. Gerademal 18 haben sich beworben. Unfassbar. Es scheint also nicht genügend Lehrer zu geben, die sich da engagieren.

 Deshalb sollten die Eltern der Montanusschule froh sein, dass sich hier engagierte Lehrer um ihre Kinder über den normalen Lehrplan hinaus kümmern und formen. Und das schon im fünften Projektjahr. Einfach klasse. Weiter so.

Mehr von RP ONLINE