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Hückeswagens große Zukunftspläne im digitalen Kolping-Vortrag

Digitaler kommunalpolitischer Abend der Kolpingsfamilie : Hückeswagens große Zukunftspläne

Die Kolpingsfamilie hatte zum virtuellen Vortrag zur „Stadtentwicklung 2022“ eingeladen. Bürgermeister Dietmar Persian stand Rede und Antwort.

Es ist eine Tradition, die im dritten Corona-Jahr erneut in virtueller Form stattfinden musste: der kommunalpolitische Abend der Kolpingsfamilie, bei dem Bürgermeister Dietmar Persian Rede und Antwort steht. Normalerweise persönlich im Kolpinghaus, dieses Mal wie 2021 per Videokonferenz. Persian versprühte dabei grundsätzlichen Optimismus: „Ich bin trotz aller Probleme und Schwierigkeiten ganz zuversichtlich – wir haben in Hückeswagen ein gutes Miteinander und Vertrauen zueinander.“ Dann ging er kurz auf den Haushalt und die Pläne für die kommenden Jahren ein.

Dabei ging es genauso um die steigende Grundsteuer B wie um die zahlreichen Investitionen darum, dass Hückeswagen 2024 aus dem Haushaltssicherungskonzept kommt oder um die Entwicklung der Verschuldung in den kommenden Jahren. Persian legte außerdem dar, welche Projekte im Rahmen der Digitalisierung, der Modernisierung der Schulen und der allgemeinen Stadtentwicklung geplant und umgesetzt werden.

Dazu gehört etwa der Breitbandausbau für die Außenortschaften, der zu 99 Prozent abgeschlossen ist. „Der nächste Schritt ist der Ausbau in den Gewerbegebieten, für die Fördermittel beantragt sind“, berichtete Persian. Der Neubau der Löwen-Grundschule liege im Plan, die Ideen für die Nachnutzung der alten Schulgebäude würden derzeit ausgewertet. „Auch der Neubau der Feuerwache ist für 2024 geplant, der Bebauungsplan ist durch – wir hoffen, bald den Bauantrag stellen zu können.“ Natürlich ging es auch um andere große Projekte der kommenden Jahre – etwa das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) und die künftige Nutzung des Schlosses. „Wir gehen davon aus, dass wir bis zur Sommerpause die grundsätzliche Zustimmung zum Förderantrag bekommen – der Bahnhofsplatz soll dann die erste Maßnahme sein“, sagte Persian.

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Zum Abschluss, und auch als Ausblick in die weitere Zukunft, ging Persian kurz auf den „Perspektivplan Bevertalsperre“ ein. „Wir haben hier ein großes Pfund, aber auch Nachholbedarf. Etwa in der Infrastruktur“, sagte er. Persian betonte: „Viele Leute fragen, ob wir uns hier nicht zu viel vornehmen. Aber ich bin der Ansicht, dass wir eine große Chance aus der Hand geben würden, wenn wir sie nicht nutzen würden.“

Im Anschluss ergab sich eine angeregte Fragerunde. Etwa zum ISEK und dem Schloss – ob dort etwa künftig gar keine Verwaltung mehr sein werde. „Wir wollen uns deutlich beschränken, aber der Bürgermeister, das Trauzimmer und einzelne Büros sollen dort bleiben“, versicherte Persian. Andere Themen waren die künftige Nutzung des Feuerwehrhauses an der Bachstraße – „möglicherweise Parkplätze für das Schloss“ – oder die Schulgebäude an der Kölner Straße. Der Kolping-Austausch mit Persian war fruchtbar – trotz virtueller Unpersönlichkeit.