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Hückeswagenerin Betarix Lorenz hängt in Ägypten fest

Hückeswagenerin hängt in Ägypten fest : Unsichere Heimkehr aus Urlaub

Die Hückeswagenerin Beatrix Lorenz wartet derzeit in Hurghada auf ihren Rückflug.

Dass ihr aktueller Urlaub ein solches Ende nehmen würde, hätte sich die Hückeswagenerin Beatrix Lorenz wohl auch nicht träumen lassen. Die Industriekauffrau ist derzeit im ägyptischen Urlauberort Hurghada am Roten Meer – zusammen mit ihrem Lebensgefährten, mit dem sie schon seit vielen Jahren regelmäßig nach Ägypten und in die Türkei fliegt. „Ich selbst komme schon seit 20 Jahren nach Ägypten. Hier im Hotel Magic Beach war ich aber bislang noch nicht“, erzählt die 44-Jährige via WhatsApp.

Das Paar ist seit dem vergangenen Mittwoch in Ägypten, zehn Tage waren vorgesehen – der Rückflug war eigentlich für Samstag, 21. März, geplant. Dass im Zeichen der Coronakrise in der Heimat Einiges vor sich gehe, habe sie schon gemerkt. Dass aber ihre Rückkehr durch den eingestellten Flugverkehr aus Nicht-EU-Ländern indes gefährdet wäre, habe sie erst in der Nacht auf Dienstag erfahren. „Kurz vor Mitternacht kam die Nachricht von der ägyptischen Botschaft, dass der Flughafen dicht und alle Flüge ins Ausland abgesagt seien. Da war der Schock hier natürlich erst einmal groß“, sagt Beatrix Lorenz.

In der Folge hätten sich die Informationen praktisch dauernd geändert. „Mal hieß es, dass wir alle fliegen müssten, dann wieder, dass unsere Urlaube wie gebucht zu Ende gehen würden. Das schwankte dann auch zwischen Ent- und Anspannung“, berichtet die Hückeswagenerin. Dabei ist sie schon einiges gewöhnt, wenn es um ungewöhnliche Enden von Urlaubsreisen geht. „Wir waren 2011/12 schon einmal die letzten Deutschen in Ägypten, als es damals eine Terrorwarnung gegeben hat. Aber so etwas wie jetzt habe ich noch nicht erlebt“, versichert Beatrix Lorenz. Sie bemängelt vor allem die Informationspolitik der Reiseleitung. „Zum einen wechselt der zuständige Leiter ständig, zum anderen habe ich gerade mit dem aktuellen nur noch per WhatsApp Kontakt.“

Nachdem die Bundesregierung angekündigt hatte, alle Deutschen zurückholen zu wollen, habe sie sich online in eine Krisenliste des Auswärtigen Amts eintragen müssen. „Das Internet ist aber ständig abgestürzt. Es hat bis 4 Uhr am Mittwoch gedauert, bis es endlich geklappt hat“, erzählt Beatrix Lorenz. Der letzte Stand sei nun, dass alle Flüge von Sun Express wie geplant bis zum 23. März nach Hause gingen. „Von der Reiseleitung kam die Info, dass per Liste mitgeteilt würde, wann wir zu fliegen hätten. Ob das nun regulär ist oder früher, wird sich wohl in nächster Zeit entscheiden.“

(wow)