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Hückeswagen: Hückeswagener wirbt für China

Hückeswagen : Hückeswagener wirbt für China

China lockt mit einem weiteren Jahrhundertprojekt deutsche Unternehmen. Den Kontakt soll ein Hückeswagener herstellen: Repräsentant Dr. Detlev Elsinghorst wirbt für den riesigen China Minmetals Industrial Park in Yingkou in der Provinz Liaoning.

In der ehemaligen Mandschurei steht offenbar die „Wiedergeburt“ des chinesischen „Ruhrgebiets“ an: Die China Minmetals Corporation (CNC) aus Peking, einer der führenden chinesischen Stahlkonzerne, errichtet in der Hafenstadt Yingkou einen der größten Industrieparks der Welt. Seit kurzem ist Dr. Detlev Elsinghorst der Europa-Repräsentant des China Minmetals Industrial Park. Der Hückeswagener, der in den 90er Jahren Geschäftsführer des Traditionsunternehmens Bêché & Grohs von der Peterstraße war und seit 2004 von der Schloss-Stadt aus als selbstständig beratender Ingenieur tätig ist, soll für seine Auftraggeber vor allem bei deutschen Firmen für das „Jahrhundertprojekt“ werben. „Es ist ein idealer Markt für Automobilzulieferer, Maschinenhersteller, Elektronikfirmen sowie Ver- und Bearbeiter von Werkstoffen aller Art“, berichtet der 63-Jährige. „Allein dieser Markt rechtfertigt eine Investition in diese Region.“

30 Jahre nach der Öffnung der Märkte, in denen Freihandelszonen im Perlfluss- und im Yangtse-Flussdelta entstanden sind, plant der chinesische Staat laut Elsinghorst nun nordöstlich davon entlang der Küstenlinie fünf weitere Industriezonen. Eine davon ist der China Minmetals Industrial Park nahe der Hafenstadt Yingkou, wo jährlich 100 Millionen Tonnen umgeschlagen werden. Zum Vergleich: Im Hamburger Hafen werden in diesem Jahr voraussichtlich 144 Millionen Tonnen bewegt. Yingkou ist einer der weltweit größten Standorte der Stahlproduktion. In der Region haben sich außerdem mehr als 200 Firmen der Automobilbranche angesiedelt, „die im Jahr 2007 rund 40 Prozent aller chinesischen Fahrzeuge hergestellt haben“.

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Der Stahlkonzern CMC will dort nun vor allem mit europäischen Partnern eine moderne Produktionswelt aufbauen. „Hinzu kommt die gesamte Palette an Dienstleistungen bis hin zur Transportlogistik oder Informatik“, versichert Elsinghorst. Gefragt sind unter den ausländischen Unternehmen auch solche Mittelständlern, die Spezialnischen besetzen.

Für den Europa-Repräsentanten aus Hückeswagen sprechen drei Aspekte für eine Investition: „CMC räumt in der Investitionsphase alle bürokratischen und finanziellen Hemmnisse aus dem Weg. Der Investor erhält einen Vertriebs- und Service-Partner, der ihm den Markt öffnet. Und drittens verfügt er mit dem Konzern über einen Partner, der ihm in juristischer Hinsicht mit Blick auf ,intellectual property right’ den Schutz vor Produktpiraterie sicherstellt.“

Die Chinesen sind nach Aussage von Dr. Detlev Elsinghorst optimistisch: Innerhalb des nächsten Jahrzehnts soll dank der Industrieansiedlungen eine Metropole mit sechs Millionen Einwohnern entstehen.

(RP)